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Unternehmen unterschätzen die Gefahr von innen.
Ein Rechtsanwalt vertritt eine Reihe von Geschädigten, die einem Finanzberater / Analgeberater, der sowohl geschäftliche als auch private Insolvenz angemeldet hatte, Einlagen anvertraut hatten. Ein eingesetzter Insolvenzverwalter konnte leider nur eine relativ kleine Insolvenzmasse feststellen. Alle Einlagen – Anlagevermögen ca. 20 Millionen Euro - verloren? Seine Idee, eine Detektei einzuschalten, um nach möglichen Geldkonten oder erworbenen Immobilien im Ausland zu fanden, war gar nicht so unsinnig. Allerdings hatte er keine Anhaltspunkte in welchem Land die Konten oder Immobilien liegen könnten.
Im ersten Telefongespräch erwies sich die Idee mit den Detektiven als zu riskant und zu teuer, vor allem weil die Anhaltspunkte fehlten. Es zeigte sich jedoch im weiteren Verlauf des Gespräches, dass PCs des Anlageberaters bereits von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Da er als Anklagevertreter das Recht auf Akteneinsicht hatte, wurde uns erlaubt, forensische Kopien der Festplatten zu erstellen.
Der Ausgangspunkt der Überlegung den PC zu untersuchen war der, dass man davon ausging, dass der Anlageberater mit hoher Wahrscheinlichkeit Kontakte über das Internet zu ausländischen Banken oder Immobilienmaklern einholte. Tatsächlich fanden wir konkrete Hinweise in den Internet Protokollen, die auf eine Beziehung zu einem Immobilienmakler in Florida, USA hinwies. Mit diesen Hinweisen konnten nun auch gezielt nach Emails zwischen diesen beiden gesucht werden, die letztlich auch zum Erfolg führten. In einer dieser Emails fand sich ein vorbereiteter Kaufvertrag für eine Villa in Florida im Wert von US $ 2,3 Mio.
Nachdem nun Objekt und Lage der Immobilie bekannt war, wurde ein Detektiv vor Ort in Florida beauftragt, den Eigentümer dieser Villa zu prüfen. Der Kauf war perfekt. So konnte zumindest ein Teil der Verluste wieder wett gemacht werden.