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Sabotage / Insider Handel

In der Praxis finden sich immer wieder Beweise dafür, dass bestimmte Daten oder das ganze Computer System bewusst und zielgerichtet sabotiert / zerstört wurden. Die einfachste Art hierbei ist das Löschen von unternehmensnotwendigen Daten. Diese könnten aber relativ leicht wieder hergestellt (Datenrettung) oder eventuell aus einem Backup wieder zugänglich gemacht werden. Schwieriger wird es oder gar unmöglich, wenn Daten mit professionellen Lösch-Tools (Eraser Tools) überschrieben wurden.

Speziell Mitarbeiter, die einen Laptop auch unterwegs nutzen, haben nicht selten selbst wichtige Dokumente ausschließlich auf dem Laptop. Scheidet er aus dem Unternehmen aus und löscht seine Daten, entgehen dem Arbeitgeber möglicherweise wichtige Informationen.

Laptops fallen gerne (versehentlich) in die Badewanne oder aus dem Fenster, während PCs auch schon einmal einem Feuer ausgesetzt werden. Doch auch hier lassen sich oftmals die Daten wieder herstellen.

Beispiele für solche Sabotage Akte gibt es genügend. So wollte sich z. B. ein IT Administrator rächen, weil er bei der Belegung einer neuen Position übergangen fühlte – sein Kollege wurde befördert und war nun sein Chef. Zielbewusst setzte er sein ganzes Können ein um ihn zu blamieren – er hatte Daten verändert/manipuliert und auch einige gelöscht. Diese Möglichkeiten hat auch ein externer Hacker, sobald er erst einmal in das Firmennetzwerk eingedrungen ist.

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Insider Handel

Eine Hand wäscht die andere. Man kennt sich eben im Geschäftsleben. Der eine weiß aus internen Quellen (weil er z. B. selbst in die Entscheidungsprozesse eingebunden ist), dass in Kürze ein neues Produkt vorgestellt werden wird, das die Aktie sprunghaft ansteigen lassen wird. Der Andere deckt sich mit den noch günstigen Aktien ein und wartet die Produktvorstellung ab. Als die Aktie dann auch tatsächlich steigt, verkauft er zum richtigen Zeitpunkt sein Aktienpaket mit erheblichen Gewinnen wieder.

In einem anderen Fall sickert das schlechte Quartalsergebnis eines Konzerns kurz vor der offiziellen Bekanntmachung durch. Schnell werden größere Mengen an Aktien abgestoßen, weil man mit einem Kursverfall rechnen darf. Den Nachweis zu erbringen, dass der Aktienkäufer oder Verkäufer tatsächlich diese Insider Informationen bereits im Vorfeld schon hatten, ist nur sehr schwer nachzuvollziehen.

Mit Hilfe der Computer Forensik konnten Erfolge in so manchen Fällen dieser Art erzielt werden. Man hatte sowohl die Emails als auch die Mobiltelefone der Verdächtigen Insider analysiert und konnte entsprechende Beziehungen – Kontakt zu den An- oder Verkäufern - nachweisen. In Emails konnten konkrete Aufforderungen bzw. Empfehlungen zum Kauf bzw. Verkauf nachgewiesen werden. In anderen Fällen führten Untersuchungen der Mobiltelefone zum Erfolg – SMS Nachrichten im Speicher. Auch an Hand der Terminkalender und der darin festgehaltenen Termine / Verabredungen mit den „Freunden“ wurde so mancher Täter schon überführt.



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