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185 Terabyte auf einer MC

Die Älteren unter uns kennen sie gut, die Jüngeren nur vom Hörensagen: die Kompaktkassette, besser bekannt als Musikkassette. Von den 1970er bis in die 1990er Jahre veränderte sie die Welt – kaum einer, der keinen Kassettenrekorder zu Hause und im Auto hatte. Bis zu zwei Stunden Musik ließen sich auf den kleinen Datenträgern abspeichern – häufig aus dem Radio aufgenommen, was damals illegal war.

Auch etliche PCs der frühen Generationen benutzten die Kompaktkassette. Die erste Kassette diente dazu, das Betriebssystem zu laden, weitere dienten als Speichermedium. Und es gibt sie heute noch. Sie sind zwar langsamer als Festplatten aber sehr viel robuster: Hitze, Staub oder Stöße machen ihr wenig aus. Und auch in Zukunft lassen sich Daten mit einfachen Geräten auslesen, weshalb uns das Magnetband in Zeiten von Big Data als preiswerte Langzeit-Speichermöglichkeit erhalten bleiben wird.

Sony ist momentan dabei, die Kassette für die Zukunft fit zu machen. Die japanische Firma will die Speicherfähigkeit drastisch erhöhen, von momentan 2,5 auf 185 Terabyte pro Kassette. Zum Vergleich: die größte magnetische Festplatte (3,5 Zoll) bringt es momentan gerade mal auf 8 Terabyte.

Wann die Kassetten in den Handel kommen, ist ungewiss. Noch befindet sich die Technik, bei der mit Argon-Ionen aus einem Ziel Nanometer kleine Metallpartikel herausgeschlagen und anschließend auf Film aufgebracht werden, im Laborversuch.

Bildquelle: Angel Arcones / flickr – Lizenz: CC 2.0