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Auch diese Themen waren wichtig für Datenrettung in 2014!

LUN-Lösung

Letzte Woche haben wir die wichtigsten Themen beleuchtet, die die Datenrettungsbranche und Kroll Ontrack im besonderen bewegt haben. Allerdings waren das längst nicht alle. Hier folgt der zweite Teil unseres Jahresrückblicks für 2014:

Wie hat sich die Datenwiederherstellung bei Software-defined Storages entwickelt?

Das Forschungs- und Entwicklungsteam von Kroll Ontrack hatte viele Möglichkeiten sich mit Datenrettung von Software-defined Storage-Systemen zu befassen, da wir einen Anstieg der Datenrettungsfälle aus diesem Bereich feststellen konnten. Obgleich diese Speicher für ihre „Ausfallsicherheit“ bekannt sind, wurde häufig eine Datenrettung angefragt, da aktuelle Backup-Sicherungen schlichtweg nicht existierten.

Dabei konnten wir – unter anderem durch einen Rebuild der Software defined Storage Maps – neue Datenrettungs-Methoden und Techniken entwickeln, mit denen es uns möglich ist, Daten bis zu dem Punkt wiederherzustellen, an dem der Fehler aufgetreten ist.

Generell empfehlen wir immer eine Sicherung per Backup und/oder eine Momentaufnahme per Snapshot zu machen. Diese sollten darüber hinaus auch auf korrekte Funktion getestet werden, damit man im Fall der Fälle nicht böse überrascht wird. Um schnell wieder arbeitsfähig zu werden, wenn es zu Ausfällen kommt, sollten Unternehmen eine langfristige Partnerschaft mit einem renommierten Datenrettungsdienstleister in Erwägung ziehen. Das kann sowohl dabei helfen, die Wiederherstellungszeit deutlich zu verringern, als auch die Produktion so schnell als möglich wieder in Gang zu bringen.

Wie helfen OEMs Unternehmen sich auf Business Continuity vorzubereiten?

Das Thema Business Continuity wurde im letzten Jahr bei Herstellern von Datenspeichern und Storages mit hoher Priorität behandelt. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Kroll Ontrack hat dabei mit einigen der führenden Anbieter zusammengearbeitet, so besonders mit SanDisk. Zusammen haben die Unternehmen eine Lösung entwickelt, die die Diagnosezeit einer SSD-Festplatte um bis zu 75 Prozent verkürzt und die Daten so schneller gerettet werden können.

Die Vorbereitung auf Datennotfälle geht dabei Hand-in-Hand mit der Vorbereitung auf Cyber-Datenlecks. Die Wichtigkeit, Mitarbeiter über die besten Methoden zur Verhinderung von Datenlecks zu informieren und über das Vorgehen beim Auftreten von Problemen zu schulen, kann gar nicht oft genug betont werden und hat mittlerweile einen hohen Stellenwert in Unternehmen. Hier gilt: Keinen Plan zu haben bedeutet, planlos in die Katastrophe zu schlittern.

Welche Auswirkungen hatte die mobile Revolution auf uns Datenretter in 2014?

Zwischen 2013 und 2014 haben wir einen signifikanten Anstieg der Recovery-Anfragen für Mobiltelefone, Tablets, Flash und SSD-Geräte festgestellt. Dies ist nicht besonders verwunderlich angesichts des globalen exponentiellen Wachstums bei der Nutzung der „mobilen Alleskönner“. Es ist wohl so, dass unsere Abhängigkeit von diesen Geräten auch in Zukunft noch wachsen wird. Auf Smartphones und Tablets werden wichtige Informationen und Daten gespeichert – sowohl bei Firmen als auch beim Privatanwender. In der Folge ist die Datenrettung von mobilen Geräten sehr wichtig geworden, gerade dann, wenn es sich um geschäftskritische Daten handelt.

Das ganze Jahr arbeitete die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Kroll Ontrack intensiv an der Optimierung der Methoden und Fähigkeiten zur besseren Datenwiederherstellung von neuen mobilen Geräten. Beispielsweise haben unsere Ingenieure für Apparate von Apple eine einzigartige Lösung entwickelt, um das verwendete Betriebssystem zu reparieren und dann auf alle Daten zugreifen zu können – auch für iPhone 5S und iPad Air, die Hardware-verschlüsselt und normalerweise nicht ansteuerbar sind. Diese neu entwickelte Methode unserer Ingenieure hat die Erfolgsquote bei der Datenrettung von mobilen Apple Geräten auf 60 Prozent angehoben und nicht nur unsere Datenrettungsfähigkeiten, sondern die der ganzen Branche auf ein neues Level gehoben.

Bildquelle: Tim Reckmann/pixelio.de