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Auch MySpace-Daten sind im Darknet zu finden

Hack myspace

MySpace war Anfang des Jahrtausends das angesagteste Social Media Portal und hatte zu seinen besten Zeiten mehrere hundert Millionen Nutzer. Heute ist das Musik- und Videoportal mit 50 Millionen Nutzern pro Monat fast in der Versenkung verschwunden – facebook nutzen im gleichen Zeitraum etwa eine Milliarde Menschen.

Nun wurde bekannt, dass im Darknet Zugangsdaten zu MySpace angeboten werden: 360 Millionen E-Mail-Adressen und etwa 427 Millionen dazu gehörende Passwörter – zum Preis von sechs Bitcoin (etwa 2400 €). Das toppt den Diebstahl von 177 Millionen Zugangsdaten des Business-Netzwerks LinkedIn, über den wir kürzlich berichteten. Wann der Diebstahl stattfand ist nicht bekannt, MySpace (heute myspace) äußerte sich bisher nicht zu dem Vorfall. Da ein Großteil der Internetnutzer bei ihren Zugangsdaten auf Variabilität verzichtet, sind geknackte MySpace Login-Daten wmöglicherweise auch auf andere Internet-Plattformen anwendbar.

Aber nicht nur große Internet-Plattformen sind Ziel von Datenräubern, wie die Süddeutsche Zeitung erfahren musste. Hacker sind Mitte Mai in einen Datenbankserver des SZ-Magazins eingebrochen und haben Profil-Stammdaten entwendet: Die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse, den Namen, das als Hashwert gespeicherte Passwort und die Postleitzahl. Das Geburtsdatum, die  Adresse und die Telefonnummer der Nutzer (sofern sie angegeben wurden) sind ebenfalls im Datensatz enthalten.

Aufgrund der gestiegenen Zahl der Datenbank-Hacks, bei denen Login-Daten gestohlen wurden, hat Microsoft inzwischen reagiert und blockt die gängigsten (und am einfachsten zu knackenden) Passwörter ab. Ein Passwort wie beispielsweise „password“ oder „12345“ wird nicht mehr akzeptiert.

Bildquelle: Almudena Fernández / flickr – Lizenz: CC2