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Auch Smartphones brauchen ein Backup

Backup Smartphone

Auf den kleinen mobilen Geräten, die heutzutage fast jeder mit sich herumträgt, sind Millionen von Daten gespeichert – aber häufig eben nur dort. Das Thema Backup aber wird bei den Winzcomputern häufig sträflich vernachlässigt, was immer wieder schmerzhaft ins Bewusstsein dringt.

Apple hat vor kurzem ein Update für iPhones ausgeliefert, das Probleme mit Links aus der Welt schaffen sollte. Dummerweise kamen dadurch neue Probleme auf etliche Nutzer des Kultphones zu: Manche Geräte stürzten ab und ließen sich nicht wieder starten. Zwar brachte das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen wieder Leben in die kleinen Computer, allerdings werden bei dieser Art der Systemrettung alle Daten gelöscht.

Generell ist ein Update eines Betriebssystems nie ganz ungefährlich. Es genügen schon kleine Übertragungsfehler, und der Computer kann den Dienst versagen. Daher sollte vor einem solchen Vorgang auf alle Fälle ein Backup gezogen werden.

Aber nicht nur bei Updates ist ein Backup zu empfehlen, wie folgende wahre Geschichte zeigt. Einem Rentner in England wurden auf sein iPhone Textnachrichten geschickt, mit dem Inhalt, dass mit seinem Gerät irgendetwas nicht in Ordnung sei. Er brachte das Smartphone in einen Apple Store in London, wo das Gerät auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt wurde, womit die vermeintlichen Probleme behoben  waren. Allerdings waren auch die Daten gelöscht – Fotos der Hochzeitsreise und seine über 15 Jahre lang gesammelten Kontakte. Der Rentner verklagte Apple auf Schadensersatz, weil der Konzern „sein Leben ausgelöscht“ habe.

Dem Geschädigten wurden vom Gericht 2000 Pfund (knapp 2500 Euro) zugesprochen, da der Mitarbeiter im Apple-Shop nicht gefragt hatte, ob der Rentner ein Backup seines iPhones erstellt habe. Damit kann der Mann zwar eine zweite Hochzeitsreise finanzieren, doch seine Daten bleiben im großen Datennirwana verschwunden.

Fazit: Wer sich nicht um die regelmäßige Sicherung seiner Daten kümmert muss damit rechnen, dass sie irgendwann nicht mehr abrufbar sind.

Bildquelle: Toshiyuki IMAI / flickr – Lizenz: CC2