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Auch Virtual SAN kann jetzt gerettet werden

Einem internationalen Expertenteam gelang es kürzlich erstmalig, Daten aus virtuellen Maschinen eines brandneuen VMware VSAN Storage Systems wiederherzustellen. Erst seit März 2014 auf dem Markt, erweitert VMware mit VSAN seine Virtualisierungslösung für Server, vSphere EXSi, um die Möglichkeit Storages zu organisieren und zu verwalten.

Bei einem VSAN-System werden Applikationen oder Dateien, die in virtuellen Maschinen gespeichert wurden, in einem gemeinsamen geclusterten Shared Storage Datastore zusammengefasst. Jeder angebundene Hostrechner mit seinen Festplatten ist Teil dieses gemeinsamen Datastores. Um die Ausfallsicherheit zu erhöhen, lässt sich auf Virtual Storage Ebene einstellen, wie die einzelnen Hostrechner abgesichert werden sollen. Abhängig von der Anzahl der eingesetzten Hosts werden von dem Original-Host und seinen Daten auf anderen Hosts sowohl komplette Kopien als auch Verweise (Witness) erstellt, aus denen sich bei einem Ausfall eines Hosts dieser wiederherstellen lässt. Dabei gilt: Je mehr Hosts desto mehr Original-Hosts können ausfallen.

Bei einem Hardware-Defekt oder Datenverlust bedeutet das für die Datenrettungs-Ingenieure, dass sie sich mit einer zusätzlichen Informationsebene zu beschäftigen haben. Dazu kommt, dass ein Virtual SAN System aus bis zu 32 Hostrechnern bestehen kann, die sogenannten Nodes, die wiederum aus bis zu 5 Diskgruppen aufgebaut sein können. Jede Diskgruppe umfasst dabei einen schnellen SSD-Speicher zum Zwischenspeichern und bis zu 7 Festplatten. Zusammen ergibt dass bei einem vollausgebauten System insgesamt 1120 Festplatten, die zum reinen Speichern dienen. Insgesamt kann ein VSAN Storage bis zu 4,4 Petabyte an Daten umfassen.

Das gerettete VSAN System des holländischen Kunden bestand zwar nur aus 15 Festplatten und 3 SSD Speichern, aber mit der zusätzlichen Schicht ist der Datenrettungsprozess nochmals komplizierter. Aufgrund eines Ausfalls eines der SSD-Speicher versagten gleich drei Host-Rechner/Nodes und mit ihnen das gesamte System. Das führte dazu, dass vier große virtuelle Maschinen vorübergehend verloren waren.

Um das VSAN System und die virtuellen Maschinen wiederherstellen zu können, wurde extra ein neues Software-Werkzeug entwickelt, um die zum Identifizieren und Zusammensetzen der Daten notwendigen Descriptions und Log-Files zu finden, zu verbinden und wiederherzustellen. Dadurch war es dann möglich die Informationen darüber zu bekommen, in welcher Weise die virtuellen Maschinen im Datastore von VSAN gespeichert wurden und auf den betroffenen Festplatten verteilt wurden.

Informationen über die Wiederherstellung von VSAN-Festplatten und kompletten VSAN-Speichersystemen findet man auch unter

http://www.krollontrack.de/cms/library/Case-Study-vsan-final.pdf