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Klein und stark fürs autonome Fahren

Nvidia Drive PX 2 - © Nvidia

Autonomes Fahren ist das große Zukunftsthema nicht nur bei den Autoherstellern. Der selbstfahrende PKW benötigt Kameras und Sensoren, Laser-, Radar- und Ultraschalltechnik, zentimetergenau treffende GPS-Signale, bestes Kartenmaterial, extrem schnelle Datenspeicher und ebensolche Bordcomputer. Es werden riesige Datenmengen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Eine große Zahl an Firmen und Fachbereichen ist an der Entwicklung beteiligt – und an der zukünftigen Vermarktung interessiert.

Nvidia (besser bekannt für schnelle Grafikkarten) hat auf der CES 2016 das Hardwaremodul Drive PX 2 für autonom fahrende Autos vorgestellt. Die Rechenleistung des zigarrenkistengroßen Moduls ist groß genug um alle Sensordaten auszuwerten und laufend sichere Fahrwege (und etliche Ausweichrouten) zu berechnen. Nvidia ist der Meinung, dass die Latenzzeit von 20 Millisekunden kurz genug ist, dass Drive PX 2 schneller und sicherer reagieren kann als ein menschlicher Fahrer.

Da der Fahrer eines „selbstfahrenden“ Wagens immer über den möglichen Weg seines Fahrzeugs informiert sein sollte – bei einem auftretenden Problem muss er manuell eingreifen können – wird der aktuelle Fahrweg inklusive zweier Ausweichrouten auf einem Display (ähnlich der Anzeige eines Navigationsgeräts) dargestellt. Auch der aktuelle Verkehr wird auf dem Display angezeigt, natürlich in Echtzeit.

Im Drive PX 2 werkeln je zwei CPUs und GPUs, die zusammen so viel Rechenleistung wie 150 MacBook Pro liefern sollen. Die hohe Stromaufnahme von bis zu 250 Watt erfordert daher eine eigene Wasserkühlung.

Das System soll ab Herbst 2016 erhältlich sein. Volvo will es dann zumindest zur Erprobung einsetzen.

Bildquelle: Nvidia