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Big Data erfordert technologische Fortschritte für die Datenrettung

In den letzten Jahren gab es große Entwicklungen rund um den Bereich der Enterprise-Speicherung und Verwaltung von großen Datenmengen (Big Data). Beispiele dafür: Virtualisierung und Software Defined Storages (SDS) senken die Hardwarekosten zur Speicherung von Massendaten, ISO-Standards im Bereich Cloud-Storage schaffen Vertrauen für die Nutzung der Cloud, Hybrid-Speicher erhöhen die Geschwindigkeit bei der Verarbeitung der Daten und die Liste wird immer länger… Längst haben Enterprise-Storage-Hersteller und die Unternehmensverantwortliche gleichermaßen erkannt, dass die Datenmenge in alarmierender Weise ansteigt. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden neue Lösungen entwickelt und auf den Markt gebracht, um die „Big Data“ Flut zu verwalten. Die Fragen, die unsere Ingenieure nahezu jeden Tag erreichen sind: „Was passiert, wenn unsere Big Data Bestände verloren gehen?“ oder, bezogen auf die neuen Entwicklungen bei Storage Systemen, „Wie können Sie mit den ganzen neuen Systemen überhaupt Schritt halten?“ Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach: Vor kurzem haben wir bei der Datenrettung von Enterprise Storage Systemen ebenfalls einige große Fortschritte gemacht. Um das zu illustrieren, wollen wir hier zwei Beispiele von Datenrettungen aus der Welt der Enterprise Storages darstellen.

Virtuelle Wiederherstellung

Die Daten von vier Dell Poweredge™ Servern mit VMware ESX, die mit einer Dell EqualLogic™ SAN PS6210XV bei einer amerikanischen Regierungseinrichtung verbunden waren, wurden böswillig von einem ehemaligen Mitarbeiter gelöscht. Dem ehemaligen Mitarbeiter gelang es zwei VMFS-Volumes des SAN, mit 40 darauf enthaltenen virtuellen Maschinen, zu löschen. Der Papierkorb des EqualLogic Systems war geleert worden und zudem waren keine aktuellen Backups angefertigt worden. Der Kunde ließ schließlich alle Speichermedien zu den US-Datenrettungsspezialisten in das Labor in Minnesota liefern.

Die Konfiguration dieses speziellen EquaLogic SAN war ziemlich einzigartig, sodass die Datenretter vor einer interessanten Herausforderung standen. Die Ingenieure schufen zunächst Images der Festplatten, bevor sie das EqualLogic System virtuell nachbauten. Aufgrund der einzigartigen Konfiguration dieses Equallogic SAN musste das Kroll Ontrack R&D-Tam schnell eine Reihe von neuen Tools entwickeln, um die Mapping und Volumeninformationen zu decodieren. Mit dem Einsatz der neuen Werkzeuge, war das Engineering-Team in der Lage, die EqualLogic-Volumes und die VMFS-Volumes virtuell wieder aufzubauen. Anschließend validierten die Spezialisten die Datenintegrität der virtuellen Maschinen und der SQL-Daten. Zuletzt wurden die virtuellen Festplatten auf neue Speichermedien extrahiert und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Die gesamte Wiederherstellung bei diesem Projekt dauerte – vom Erhalt der Festplatten bei Kroll Ontrack bis zur Rücksendung der geretteten Daten an den Kunden – nur 2 Tage.

Vier Millionen verlorene Dateien!

Ein großes amerikanisches Pharmaunternehmen verlor rund vier Millionen an hochkritischen Dateien aus Forschung und Entwicklung auf einem EMC® Isilon® IQ 6000x Storage-System. Das Isilon System wurde speziell für die Speicherung von großen Datenmengen entwickelt und verfügt über ein einzigartiges Dateisystem und eine besonders einfache Speicherverwaltung. Die Isilon IQ 6000x bestand aus vier Nodes mit insgesamt 15 TB an gespeicherten Daten auf 48 500-Gigabyte-Festplatten. Während des Verschiebens von Daten auf dem System kam es zu einer Kernel-Panik und einige Festplatten zeigten verschiedene Fehler. EMC konnte die meisten Daten mit einer normalen Wiederherstellung rekonstruieren, bevor die Konsistenzprüfung ergab, dass mehrere Disks fehlerhaft waren und dass die Wiederherstellung möglicherweise nicht korrekt beendet werde. Kroll Ontrack wurde herangezogen, um das Dateisystem zu analysieren und um herauszufinden, wie die Daten im gesamten Datenpool auf dem System abgelegt wurden.

An dieser Stelle wurde das Forschungs- & Entwicklungsteam von Kroll Ontrack eingebunden, um eine Reihe von speziellen Werkzeugen für das Isilon-eigene OneFS-Dateisystem zu entwickeln. Mit diesen Tools kann ein vorhandenes OneFS-Laufwerk schnell analysiert und fehlende oder fehlerhafte Dateistrukturen erkannt werden. Nachdem es mit den neuen Tools jetzt gelang festzustellen, wie die Datenstruktur des Isilon Systems aufgebaut war, waren die Datenrettungsingenieure endlich in der Lage die fehlenden Daten wiederaufzubauen und wiederherzustellen. Fast alle der vier Millionen Daten konnten so wiederhergestellt werden. Nur ein paar wenige verblieben im digitalen Nirwana, da deren Verschlüsselung beschädigt wurde und diese nicht mehr zu entschlüsseln war. Die gesuchten Forschungsdaten wurden gespeichert und dem glücklichen Kunden zur Verfügung gestellt.

Und mehr…

Genauso wie bei der Unternehmensdaten-Speicherung und bei der Verwaltung von Big Data, werden auch bei der Datenwiederherstellung nahezu jeden Tag neue Fortschritte erreicht. Die Kroll Ontrack Datenrettungsingenieure und das Forschungs- & Entwicklungsteam arbeiten permanent an neuen Lösungen aus dem Bereich Enterprise Storage Solutions. Lesen Sie mehr über unsere bisherigen Erfolgsgeschichten…

Bildquelle: Kroll Ontrack