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Big Data – und wie Unternehmen daraus wertvolle Informationen ziehen können

Big Data

Big Data ist einer der meist genutzten Begriffe der letzten Jahre, dennoch ist es kein eindeutiger, präziser Begriff. Eher ist es eine Umschreibung für die niemals endende Sammlung und Akkumulation aller Arten von Daten, die meist in unstrukturierter Form vorliegen. Es ist eine Umschreibung für exponentiell wachsende Datensets, die zu groß, zu unverarbeitet und zu unstrukturiert sind für eine exakte Analyse mit den üblichen relationalen Datenbank-Techniken. Ob es sich dabei um Tera- oder Petabytes handelt, ist dabei gar nicht das wichtigste Thema, eher geht es darum, wo die Daten eigentlich gespeichert werden und wie sie genutzt werden sollen.

Effektives Datenmanagement kann Unternehmen dabei unterstützen, wertvolle Daten aus einer Vielzahl von Datensets aus unstrukturierten und semistruktierten Daten zu lokalisieren. Allerdings wird Big Data immer noch als wichtiger Einflussfaktor für zukünftigen Unternehmenserfolg unterschätzt. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage von Bain & Company aus dem Jahr 2014, in der Geschäftsführer von über 400 Unternehmen weltweit befragt wurden. Ein Großteil der Befragten, die unter anderem über Kapazitäten und Effizienz ihrer Kompetenzen in der Daten-Analyse Auskunft gaben, sahen ihr Unternehmen im Moment noch nicht in der Lage das Potential von Big Data zu ihrem Vorteil auszuschöpfen. Das ist schade, denn Daten ohne richtige Analyse sind eben einfach nur Daten.

Aufgrund der immer rasanter werdenden technologischen Entwicklung und der massiven Menge an täglich generierten elektronischen Informationen, müssen Unternehmen und Organisationen neue intelligente Wege finden zu wertvollen Daten zu gelangen und – ganz simpel gesagt – zuallererst definieren, was an Daten überhaupt da ist, wie man an sie rankommt und was man anschließend mit ihnen anfangen möchte. Neue Storage- und Netzwerk Technologien unterstützen diese Entwicklung und ermöglichen Unternehmen, Big Data Bestände zu kultivieren und mit ihrer Auswertung zu einem Business- Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu verhelfen. Unternehmen, die durch analytische Daten-Auswertungen besser verstehen, welche Bedürfnisse ihre Kunden, Partner oder Mitarbeiter haben können ihre Geschäftsprozesse darauf ausrichten und erfolgreicher agieren.

EMC hat zusammen mit dem Leadership Council on Information Advantage einen Wegweiser für Unternehmen zusammengestellt, wie die zu einem besseren Verständnis ihrer großen Datenbestände gelangen und dieses Potenzial optimal ausschöpfen können.

  1. Fundierte Analyse des Datenbestands. Vergewissern Sie sich zuerst, was überhaupt schon vorhanden ist und bereiten Sie existierende Daten für eine eingehende Analyse durch Integration, Indizierung, Tagging und andere Konsolidierungs-Methoden vor. Unternehmen benötigen eine gut ausgearbeitete Strategie für eine sinnvolle Integration von Big Data in ihre existierende Informations-Struktur. Sinnvoll ist es, ein Team aus Mitgliedern der Geschäftsführung und IT- Spezialisten zusammenzustellen, die einen Handlungsplan zur Big Data Analyse ausarbeiten.
  1. Exploration der Daten und Identifizierung neuer Unternehmens-Potenziale. Das Spezialisten-Team sollte entscheiden, welche der existierenden Datenpools am bedeutsamsten und wertvollsten für das Unternehmen sind. Wählen Sie die Unternehmensfelder aus, in welchen neue Einsichten den meisten Erfolg versprechen.

Eine Datenexploration kann Muster und Fakten offenlegen, die Ihnen bisher nicht bekannt waren, wie z.B. neue Segmente des Kundenbestands oder unerwartetes Kundenverhalten.

  1. Fokussieren der Analyse auf die Unternehmensfelder, die für Ihre Branche zählen. Nach einigen Testläufen und Ergebnissen werden Sie feststellen, dass die Art und Weise der Big Data Bestände stark variieren, identifizieren Sie deshalb diejenigen Daten, die für Ihr Unternehmen wirklich wertvoll sind. Experimentieren Sie mit neuen Kombinationen von Daten und Suchbegriffen, um neue Einblicke zu gewinnen. Versuchen Sie mit ihrem Experten Team bisher nicht explorierte Fragen zu stellen und entwickeln Sie mit Ihrem IT-Team kreative Ideen, um unterschiedliche Datenquellen zu verbinden.
  1. Behalten Sie den Sicherheitsaspekt im Fokus. Um sicherzustellen, dass die gewonnenen Einsichten von Nutzen sein können, sollten schon im Vorfeld die Aspekte der Datensicherheit, Einhaltung der Privatsphäre und Compliance geregelt sein. Beachten Sie, dass die Prozesse der Big Data Analyse sich von den traditionellen Techniken unterscheiden und passen Sie Ihre Datenschutzrichtlinien entsprechend an. Stellen Sie sicher, dass alle Details bzgl. der Quelle, der Urheberschaft, der Datennutzung und Verarbeitung eingehalten werden.
  1. Nutzung des Big Data Potentials für Ihr Unternehmenskapital. Die Nutzung der Einsichten und Erkenntnisse, die sich aus den großen Datensets ergeben ist eine weitaus größere Herausforderung als die Implementierung der rein technischen Prozesse. Unternehmen sollten sich frühzeitig darum bemühen in gut ausgebildete Mitarbeiter zu investieren. Benötigt werden Daten-Wissenschaftler, die analytische, technische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf kreative Art vereinen und deren Kenntnisse weit über traditionelle Skills in DBMS oder BI hinausgehen.

Um das ganze Potential von Big Data auszuschöpfen, ist ein durchdachter, ganzheitlicher Ansatz in Bezug auf Datenmanagement, Analyse und Information Intelligence unerlässlich. Für Unternehmen und Organisationen, die sich dieser Herausforderung stellen, können sich mit verantwortungsvoller Nutzung von Big Data neue Einnahmequellen, differenzierte Wettbewerbsvorteile und komplett neue Geschäftsfelder erschließen. Geschäftsführer und IT-Manager sollten damit beginnen strategisch darüber nachzudenken, wie sie ihr Unternehmen auf das Abenteuer Big Data Analyse einstellen, um damit ungeahnte neue Möglichkeiten zu schaffen.