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Bitcoin-Mining-Hoax

„Europäische Bankenaufsicht warnt vor Bitcoin“, „Chinesische Volksbank verursacht Bitcoin-Crash“ – solche Schlagzeilen konnte man in den vergangenen Tagen lesen. Und nun noch ein „Bitcoin-Mining-Hoax“.

Bitcoin ist virtuelles Geld. Der Name setzt sich zusammen aus „Bit“ und „Coin“ (Münze). Erzeugt wird es durch hochkomplexe Rechenoperationen eines PCs – wer die Lösung zu einem bestimmten, schwer lösbaren mathematischen Problem findet, errechnet sich momentan 25 BTC (Bitcoin).

Ende November 2013 überstieg der Wert eines BTC die Schwelle von 1000 $ (im Januar lag der Kurs noch unter 20 $). Plötzlich war in den Zeitungen von Tausenden BTC zu lesen, die aus Versehen auf der Müllkippe gelandet sind – die Festplatte, auf der sie seit Jahren gespeichert waren, wurde aus Versehen entsorgt. Hacker brachen in Computer ein und stahlen das digitale Geld. China verbot den Handel mit der virtuellen Währung, worauf der Kurs stark einbrach.

Die für ihre Scherze bekannte anarchistische Community 4chan nutzte Anfang Dezember den Hype, um (mal wieder) einigen unbedarften Computernutzern einen „Streich“ zu spielen. Diesmal traf es die Mac-Gemeinde, der eingeredet wurde, dass Apple seit Jahren in all seinen Produkten mit dem Betriebssystem OS X eine geheime Bitcoin-Mining-Software versteckt hat, die Bitcoin erzeugen sollte. Mit einer kurzen Zeichenkette könne die Software entsperrt werden. Die einzugebenden Zeichen brachten aber mitnichten den großen Reibach sondern den Rechner dazu, seinen Root-Ordner und alle darin sich befindende Dateien zu löschen. Und unter Umständen so umfassend, dass die Daten nur sehr schwer wieder zurück zu holen sind.

Wohl dem, der jetzt ein zeitnahes Backup hat. Oder eine Firma kennt, die professionelle Datenrettung anbietet.