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Blitzschlag erzeugt in Googles Rechenzentrum Datenverlust

datenverlust

Der allgemeinen Ansicht nach sind Googles Rechenzentren gegen alle denkbaren Gefahren geschützt. Dass dem nicht so ist zeigte sich am 13. August in Belgien. Dort tobte über der Gemeinde St. Ghislain ein heftiges Gewitter mit unzähligen Blitzen, etwas, das normalerweise keinem Rechenzentrum etwas anhaben kann, Blitzeinschläge mit den damit einhergehenden Spannungsschwankungen steckt ein solches System locker weg. Aber Google hatte Pech, der Blitz schlug kurz nacheinander gleich vier Mal beim lokalen Energieversorger ein – und das brachte viele Server und Festplatten aus dem Takt und die Batterien, die bei Stromausfall einspringen, an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Das Resultat: Fünf Prozent aller im Rechenzentrum laufenden Festplatten wiesen nach dem Gewitter mindestens einen Schreib/Lese-Fehler auf.

Auf die Administratoren kam eine Mammutaufgabe zu. Vier Tage lang tauschten sie Festplatten aus und spielten Backups ein – fast immer mit Erfolg, doch diejenigen Daten, die zum Zeitpunkt des entscheidenden Blitzschlags geschrieben wurden, waren teilweise oder komplett verloren. Google gab bekannt, dass 0,000001% der im Rechenzentrum gespeicherten Daten rettungslos verloren seien. Nun ist ein Millionstel Prozent relativ wenig, die absolute Zahl an verlorenen Dateien kann aber angesichts der gigantischen Datenmengen in einem solchen Komplex dennoch riesengroß sein. Genaue Daten werden von Google nicht bekannt gegeben.

Wären Googles eigene Dienste betroffen, würde es dem Suchmaschinengiganten nicht viel ausmachen, die eigenen Daten werden bei Google rund um die Welt verteilt und gespiegelt. Aber es handelt sich wohl unter anderem um die Google Cloud Platform, auf der Daten anderer Firmen und Nutzer liegen – und diese sind eben nicht auf Servern irgendwo auf der Welt nochmal vorhanden.

Man sieht, auch die Branchenriesen sind nicht unverwundbar. Allerdings will Google die eigenen Systeme und die Backup-Lösungen weiter verbessern, um bei zukünftigen Ereignissen dieser Art besser gewappnet zu sein.

Auf der Status-Seite der Cloud Platform können Sie den Hergang detailliert nachlesen (in engischer Sprache).