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BYO – Datenschutz ist Glückssache

BYO stellt die Unternehmens-IT vor immer neue Probleme. Als erstes kam BYOD (bring your own device) – die privaten Endgeräte hielten Einzug ins Firmennetzwerk. Dann kam BYON (bring your own network) und – konsequenterweise – BYOA (bring your own application).

Es gibt eine Menge Apps, die nützlich sind und mit denen es sich effektiver arbeiten lässt. Allerdings sind Apps bekannt dafür, dass sie es häufig mit dem Datenschutz nicht so genau nehmen oder ihre Benutzer sogar ausspähen. Es gibt Anwendungen, die kein IT-Verantwortlicher im Firmenumfeld erlauben dürfte (facebook home und whatsapp gehören dazu).

Dennoch sollten Unternehmen auch die Vorteile sehen: mit mobilen Anwendungen können Mitarbeiter besser zusammenarbeiten, indem sie Dokumente teilen und gleichzeitig daran arbeiten können. Und: würde man den Mitarbeitern die Nutzung ihrer wichtigsten Apps verbieten, hieße das nicht unbedingt, dass diese sich auch an das Verbot halten würden.

Es wäre vernünftiger, die Anwendungen in kontrollierte Umgebungen zu integrieren. So könnte die IT-Infrastruktur und auch die Mitarbeiter geschützt werden. Zudem gibt es App-Anbieter, die selbst hohe Sicherheitsstandards in ihren Umgebungen haben.

Für den Datenbestand auf Servern gibt es in den meisten Firmen hohe Sicherheitsrichtlinien. Zu Recht: wer zum Beispiel Kundendaten nur unzureichend schützt macht sich unter Umständen strafbar. Eine entsprechende Sicherheitsregelung für mobile Endgeräte gibt es bei einem Großteil der deutschen Unternehmen aber nicht. Da sollte nachgebessert werden.