Go to Top

Cloud kann IT-Sicherheit von Unternehmen gefährden

Ursprünglich für den privaten Gebrauch konzipierte Archivierungs- und File-Hosting-Dienste in der Cloud werden inzwischen gerne auch im geschäftlichen Umfeld genutzt. Die Konsequenzen für die IT-Sicherheit von Firmennetzwerken sind allerdings erheblich. Kaspersky Lab stellte fest, dass von in Cloud-Ordnern der Rechner von Heimanwendern gefundene Malware 30 Prozent über automatische Synchronisationsmechanismen dorthin kamen. Bei Rechnern in Unternehmensnetzwerken waren es 50 Prozent. Auf die automatische Synchronisationsfunktion von Cloud-Diensten sollte im Unternehmen daher besonders geachtet werden, um die Übertragung von infizierten Dateien auf andere Rechner zu verhindern.

Wenn Unternehmensrechner auch außerhalb des Arbeitsplatzes benutzt werden, können sich eingefangene Infektionen unbemerkt über das gesamte Unternehmensnetzwerk verbreiten. Internetgangster machen sich inzwischen gezielt die Synchronisationsfunktion der Cloud-Dienste zu Nutze, um gezielt Malware zu verbreiten. Bei Heimanwendern werden häufig Office-Dateien von Microsoft zu Überträgern, bei Unternehmensrechnern sind es meist Dateien, die in Zusammenhang mit schadhaften Android-Apps stehen.

Glücklicherweise hat die Auswertung der erhobenen Daten nur ein geringes Risiko der Infektion von Unternehmensnetzwerken durch Daten aus der Cloud ergeben: während eines Jahres war nur einer von tausend Mitarbeitern mit dem Risiko einer Infektion konfrontiert. Allerdings genügt ein infizierter Rechner einem Schädlingsprogramm, um sich im gesamten Unternehmensnetzwerk auszubreiten.

Weitere Informationen: IT Security Risks Survey 2014

Bildquelle: pixabay.com