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Cloud: PaaS – für wen und warum?

Das Prinzip von „Platform as a Service“ (PaaS) bedeutet die Bereitstellung einer virtuellen Computerplattform in der Cloud im Internet. Es ist also alles möglich – mit allen Vorteilen und Risiken, die damit einhergehen.

Von wem und für welche Zwecke wird PaaS also eingesetzt?
Anstatt in der Cloud installierte Softwareprogramme als Service gemäß dem Namen SaaS (Software as a Service) zu nutzen, werden bei PaaS direkt komplette Rechner verwendet, auf denen man installieren kann, was man möchte. Das ist dann so, als hätte man einen PC mit Windows Server, Linux usw. gemietet, der alle Vorteile der Cloud bietet. Dementsprechend werden diese Maschinen von allen Unternehmen genutzt, die in der Lage sind, ihren eigenen Server für ihre eigenen Zwecke zu verwalten. Hingegen ist es zwecklos, diese Services nutzen zu wollen, wenn Sie keinen guten Serveradministrator (intern oder extern) haben, auf den Sie sich verlassen können. Die eigentliche Verwendung dieses Rechners in der Cloud umfasst alles, was Sie intern auf einem Server verwenden können und aus unterschiedlichen Gründen auch in der Cloud verwenden möchten. Ein ganz einfacher Grund dafür ist z. B. die Nutzung von Services eines Softwareprogrammes, die Sie bei SaaS-Diensten nicht finden können. Was die Vorteile von PaaS betrifft: Sie sparen die Kosten für Anschaffung, Wartung, Energie, Telekommunikation usw.

Funktionsweise
Wer von einem Rechner in der Cloud spricht, meint einen virtuellen Computer, dessen Leistungsfähigkeit und virtuelle Ausstattung entsprechend den Bedürfnissen des Benutzers angepasst werden kann. Auf der Plattform Windows Azure zum Beispiel können Sie die Leistung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte etc. bestimmen. Dies stellt einen der größten Vorteile dieses Modells dar: Man muss keinen Server mehr kaufen, den man über mehrere Jahre abschreiben muss, auch wenn er schon nach ein oder zwei Jahren veraltet ist.

Der zweite Vorteil dieses Plattformtyps besteht in der Zugangskontrolle. Damit Sie über einen Rechner verfügen, der auf Ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, können Sie darauf alle gewünschten Softwaredienste installieren: sowohl Ihre Unternehmensanwendungen als auch die gesamte Palette der Zugangskontrolle – es hängt alles von Ihnen und Ihrer Konfiguration ab. Je nach Plattform können Sie den Zugriff auf die Verwaltung des Rechners jedoch mehr oder weniger kontrollieren: Da es Ihr eigener Computer ist, können Sie die Zugangskontrolle selbst steuern und optimieren. Beachten Sie jedoch, dass auf manchen Plattformen der Zugriffsschutz sehr streng ist. Die Benutzernamen und Kennwörter sind so gut geschützt, dass das einzige Risiko vielmehr in einer Schwachstelle im Verwaltungssystem der virtuellen Maschinen besteht.

Und was bedeutet das für die Daten?
Auch in Bezug auf die Daten besteht der Vorteil von PaaS darin, dass Sie Ihren eigenen Computer verwenden: Zur Sicherung Ihrer Daten können Sie dort eine Backup-Software Ihrer Wahl installieren. Sie müssen die Sicherungskopie nicht zwangsweise auf derselben Maschine ablegen, die Sie verwenden – und das empfiehlt sich sogar. Warum nutzen Sie also nicht die Backup-Services einer SaaS-Plattform? PaaS ist ganz offensichtlich ein cloud-basierter Service, der nicht von den klassischen Problemen in Bezug auf Infrastruktur und Einschränkungen der Maschine betroffen ist. PaaS kann in vorhandene Infrastrukturen integriert werden, solange das Thema Internetverbindung und Administration geregelt ist.