Go to Top

Das Backup-Verhalten der Deutschen

sicherungDie Deutschen sind sicherheitsbewusst. Das ergab eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstitut GfK im Januar 2014, bei der 1095 Männer und Frauen ab 14 Jahren zu ihrem Backup-Verhalten befragt wurden. Rund 90 Prozent antworteten, dass sie Backups erstellen würden. Was aber im Umkehrschluss bedeutet: 10 Prozent sichern ihre Daten nicht. Und es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen und den Geschlechtern, Frauen zum Beispiel sichern ihre Daten generell seltener als Männer. Am seltensten gesichert wird bei der Generation 60+, bei Einpersonenhaushalten und bei Arbeitslosen. Sehr sicherheitsbewusst sind Beamte und Selbstständige, von denen 97,1 Prozent beziehungsweise 94,1 Prozent regelmäßig Datensicherungen erstellen.

Wie oft Backups gezogen werden ist allerdings sehr unterschiedlich. So sichern 44,5 Prozent der Studienteilnehmer nur nach Bedarf, ein Viertel sichert wöchentlich oder häufiger. Allerdings wird in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern seltener der ganze PC inklusive Betriebssystem und allen Einstellungen gesichert (Image Backup), es werden eher Laufwerke, Ordner oder nur Dokumente (File Backup) gespeichert – was im Notfall allerdings eine Neuinstallation des Betriebssystems bedeutet.

Das wichtigste Backup-Medium ist immer noch die externe Festplatte, die von 56,4 Prozent der Befragten als Backup-Laufwerk genutzt wird. Network Attached Storage (NAS), also Server mit speziell für die Datenspeicherung optimierten Betriebssystemen, sind mit 8,3 Prozent eher wenig verbreitet. Auch beim Backup in der Cloud sind die Deutschen eher zurückhaltend, wobei sich hier die Generationen stark unterscheiden: nur 5,5 Prozent bei den über 60-Jährigen trauen der Wolke, bei den Jüngeren sind es immerhin etwa 20 Prozent.

Bei der Studie stellte sich heraus, dass die Hälfte der Befragten wichtigen Daten einen hohen Stellenwert einräumt. 59 Prozent der Teilnehmer, die mehr als 60 Jahre alt waren, integrierten in ein Backup alle Daten. Bis zu einem Alter von 29 Jahren wurden mit 66,9 Prozent den wichtigen Daten mehr Aufmerksamkeit gewidmet – wobei als wichtigste Daten mit über 54 Prozent Office-Dokumente und PDFs genannt wurden. Fotos als wichtigste Daten werden von 25,4 Prozent der Studienteilnehmer genannt. Musik dagegen ist mit 4,3 Prozent weniger wichtig, ebenso wie Videos (2,3 Prozent) und Kontakte (2,2 Prozent). Teilnehmer unter 40 Jahren nannten eher Fotos als wichtige Daten, im Alter ab 50 waren es hauptsächlich Office-Dokumente.
Bedenklich scheint, dass jeder zweite Deutsche bereits mindestens einmal Daten verloren hat, bei den unter 30-Jährigen liegt die Quote mit 65 Prozent sogar noch höher. Besonders häufig wurden Fotos (48 Prozent) und Office-Dokumente (34,5 Prozent) verloren. Bei den über 60-Jährigen gaben dagegen 64,4 Prozent an, von Datenverlust verschont geblieben zu sein.

Knapp 80 Prozent der Teilnehmer wären bereit, etwas für die Wiederherstellung ihrer verlorenen Daten zu zahlen, wobei etwa 36 Prozent nicht mehr als 50 Euro ausgeben würden.