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Das schrumpfende Rechenzentrum

Erinnern Sie sich noch daran, als wir ein ganzes Stereoanlagen-Rack für unsere Musikkollektion benötigten? Genauso wie im Laufe der Jahre die Stereoanlagen immer mehr geschrumpft sind, so ist auch die Entwicklung bei den modernen Rechenzentren. Dieser Wandel begann mit der höheren Speicherdichte und der höheren Kapazität der Laufwerke und nimmt jetzt mit der zunehmenden Nutzung von Software definiertem Speicher/ Software Defined Storage (SDS), hyperkonvergentem Storage und Cloud-Speicher nochmals an Fahrt auf. Bald wird also die Notwendigkeit von den endlosen Rack-Inseln im Rechenzentrum enden.

Der alternde Server

Da diese neuen Technologien (und andere wie Festplatten mit hoher Kapazität und Virtualisierung) zunehmen werden, sind die Tage, an denen man einzelne, große Anwendungen einem „Rack“ von Rechnerressourcen zuweist, gezählt. In heutigen Rechenzentren ist man in der Lage vorhandene Server zu partitionieren, um sie dadurch noch effizienter zu machen. In zukünftigen Rechenzentren werden die vorhandenen Server durch kleinere ersetzt werden, die sich selbst partitionieren. Die großen alten Server dagegen werden einfach nur älter. Mit einem durchschnittlichen Lebenszyklus von Datenspeicher-Hardware von ungefähr 5 Jahren 1, sollte man dann diese Entwicklung in den nächsten fünf Jahren in den meisten Rechenzentren beobachten können.

Raus mit dem alten Zeug

So wie es zu immer mehr Technologie-Aktualisierungen und -Upgrades kommt, sehen IT-Manager in Hyper-konvergenten Storages, SDS und der Cloud Möglichkeiten, um die Kosten ihrer Infrastruktur zu senken, die Speicherkapazität und die Effizienz zu steigern. Alle drei Lösungen haben zumindest einen gemeinsamen Vorteil: die Reduzierung des Platzbedarfs im Rechenzentrum. SDS bietet eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen und erschließt neuen Speicherplatz ohne Hardware hinzuzufügen. Hyperkonvergenter Storage treibt den SDS-Ansatz nochmals um eine Stufe höher, indem es Computer, Storage, Netzwerk und Verwaltungsfunktionen in einer Appliance zusammenführt, die einfach bereitzustellen und skalieren ist und dadurch signifikant die benötigte Hardware in einem Datenzentrum reduziert. Auch erwähnenswert: hyperkonvergente Appliances werden voraussichtlich mit dem Einsatz von Flash-Arrays auch immer kleiner und effizienter 2. Schließlich ermöglicht die Cloud eine Offsite-Speicherung, bei der die Daten über eine Internet-basierte Anwendung zugänglich sind. Dabei wird keine Hardware beim Dateneigentümer benötigt – nur das Rechenzentrum des Cloud-Service-Anbieters.

Ressourcen-Management

Diese drei Elemente reduzieren nicht nur den Platz im Rechenzentrum, sondern auch die Art und Weise wie ein Datenzentrum verwaltet wird. IT-Manager müssen ihre Mitarbeiter erneut schulen, damit diese das Datenmanagement mit ganz neuen Augen betrachten. Insgesamt werden IT-Manager viel mehr Kontrolle über die Daten haben und weniger wird durch das Datenzentrum gesteuert werden. Mit der Reduzierung der Management-Anforderungen, kann auch eine Reorganisation beim Personal, die das Rechenzentrum verwaltet, erforderlich sein.2

Die Zeiten ändern sich

Werden diese Änderungen in den Rechenzentren sofort stattfinden? Wenn man einige Meldungen in den Fachmagazinen liest, könnte man es glauben. In Wirklichkeit ist es aber so, dass, wenn man über Umsetzungen im Bereich des Enterprise Storage spricht, sich nichts wirklich extrem schnell bewegt. Was man derzeit bemerken kann ist eine schrittweise Übernahme von hyperkonvergenten Storages, SDS und Cloud-Speichern. Die meisten Enterprise Storages werden aufgrund ihres Lifecycles upgedatet oder migriert. Kroll Ontrack kann, wie bei jedem anderem Technologiewechsel, hier mit deinen Tools und Dienstleitungen umfangreich unterstützen.

Quellen:

  1. http://diginomica.com/2016/01/26/the-data-center-is-dead-long-live-the-data-center/#.Vqv6zJMrIXo
  2. http://www.eweek.com/it-management/enterprises-embracing-next-generation-data-centers-gartner.html

Bildnachweis:

http://www.stereo2go.com/topic/stereo-stacks-of-the-80s?page=3