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Datenpannen beim Mittelstand

Nicht nur bei großen Unternehmen wie Facebook oder Vodafone treten Datenpannen auf, bei denen es um sensible Kundeninformationen wie Bank- oder Kreditkartendaten geht. Auch der Mittelstand ist vor Datenlecks nicht gefeit.

Erhebungen haben ergeben, dass im Jahr 2013 60 Prozent der kleinen bis mittelständischen Unternehmen mit einer Datenpanne kämpfen mussten. Eine erschreckend hohe Zahl, wollen doch die Hälfte aller deutschen Unternehmen keine Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen haben, bei dem eine Datenpanne aufgetreten ist.

Auch die durchschnittlichen Kosten für Datenpannen sind nicht ohne, betrugen sie doch in schwereren Fällen zwischen 80.000 und 140.00 Euro – wobei die Kosten bei größeren Unternehmen zehn Mal höher sein können.

Der Verlust von Bankdaten stellt einer Studie von Kaspersky Lab zufolge für zwei Drittel der Befragten den schlimmsten Datenverlust dar. Datenpannen schließen aber auch Fälle ein, bei denen Mitarbeiter Geschäftsdaten aus Fahrlässigkeit oder auch aus Frustration herausgeben.

Gehen sensible Kundeninformationen verloren, ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz. Es drohen Geldstrafen (bis zu zwei Prozent des Jahresumsatzes), schlimmer allerdings ist häufig, dass das Ansehen einer Marke stark leidet, vor allem, da ein solcher Vorfall heutzutage viral über Facebook und Co verbreitet werden kann. Der Branchenverbands BITKOM hat nachgefragt: 45 Prozent der Unternehmen in der IT-Branche verfügen über keinen Krisenplan, um auf einen „Shitstorm“ zu reagieren.