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Datenrettung – Weit verbreitete Mythen in Unternehmen – Teil 1

Datenwiederherstellung

Missverständnisse über die Datenwiederherstellung hindern viele Unternehmen und Verbraucher, sich für den richtigen Daten-Recovery-Service-Anbieter zu entscheiden und so eine erfolgreiche Daten-Wiederherstellung zu bekommen. Viele der sogenannten Daten-Recovery-Anbieter behaupten, umfangreiches Know-how zu haben, aber wie sollen Sie wissen, wem man vertrauen kann?

Gerade bei Unternehmen ist eine erfolgreiche Datenrettung von immenser Bedeutung. Unnötiger Zeitaufwand oder gar Fehler bei der Datenrettung haben in der Praxis große Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und können im schlimmsten Fall sogar zum Bankrott eines Unternehmens führen.

Aus unserer langjährigen Praxis haben wir die gängigsten Mythen über Datenwiederherstellungen gesammelt und versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Denn es zeigt sich: Die meisten Mythen über eine Datenrettung entstehen aus Unwissenheit der Kunden, den zu erwartenden Kosten, den Ressourcen, der Komplexität der Datenrettung und dem Sicherheitsaspekt. Zu jedem dieser Themen finden Sie hier die passenden Mythen, damit Sie anschließend eine informierte Entscheidung für die Wahl eines kompetenten Datenrettungsdienstleisters treffen können.

Fangen wir also an!

Naivität: Sorglosigkeit rächt sich.

    • Mythos #1: Die Website eines Datenrettungsanbieters macht einen professionellen Eindruck, also muss auch die Leistung dieses Anbieters hervorragend sein.
      Realität: Der Anspruch, erstklassige Ergebnisse zu liefern, und die Fähigkeit, diesen Anspruch auch in die Tat umzusetzen, sind zwei verschiedene Dinge. Großunternehmen haben in der Regel eine sehr individuelle Datensituation mit komplexen Speicherumgebungen und hunderten, wenn nicht tausenden Remote-Anwendern. Wenn man berücksichtigt, dass sich die Datenmenge weltweit jedes Jahr fast verdoppelt (auf mehr als 1,8 Zettabyte [1,8×1021 Byte] Ende 2012) und dass es beim Datenverlust eine parallele Entwicklung gibt, empfiehlt sich für Großunternehmen höchste Sorgfalt bei der Auswahl des Datenrettungsanbieters.

      Folgende Kriterien sind entscheidend bei der Auswahl eines Datenrettungsanbieters:

      • Unterstützt der Datenrettungs-Anbieter Ihr Betriebssystem und Ihr Medium?
      • Verfügt der Datenrettungs-Anbieter über nach ISO-5/Klasse 100 zertifizierte Reinraum-Arbeitsplätze?
      • Hat der Anbieter Ersatzteile für Ihr Speichermedium am Lager?
      • Verfügt der Datenrettungs-Anbieter über Datenschutzrichtlinien?

      Jeder kann behaupten professionelle Datenrettungs-Service bieten zu können. Prüfen Sie Ihren Datenretter genau:

      • Hat der Anbieter umfassende Erfahrung mit spezifischen Hard- und Software-Systemen, inklusive RAID und virtuelle Umgebungen?
      • Hat der Anbieter die Fähigkeit, auf sehr individuelle Fälle von Datenverlust mit perfekt angepassten Services zu reagieren?

      Fazit: Ein Anbieter, der sein Geld in proprietäre Software-Tools und Prozesse investiert anstatt in schillernde Marketingkampagnen, ist am besten in der Lage, erstklassige Ergebnisse zu liefern. Ein Spitzenanbieter investiert massiv in Forschung und Entwicklung für die Datenrettung aus komplexen Speicherumgebungen, RAID und virtuellen Umgebungen. Außerdem sollte der Anbieter folgende Voraussetzungen erfüllen:

      • Umfassende Erfahrung im Bereich Datenrettung.
      • Hohe Personalkapazitäten im technischen Bereich.
      • Die Fähigkeit, auf sehr individuelle Fälle von Datenverlust mit perfekt angepassten Services zu reagieren.

       

    • Mythos #2: Ich gehe direkt zum Hersteller, denn dieser ist am besten qualifiziert, um die Daten auf seinen eigenen Speichermedien zu retten.
      Realität: Das trifft nicht zu. Viele Hersteller unterstützen nur die neueste Generation eines Mediums oder Systems. Medien oder Infrastrukturen, die keine Garantie mehr haben, werden in der Regel nicht unterstützt. Der Hersteller kennt zwar sein Produkt bestens, doch er ist höchstwahrscheinlich kein Experte für die spezifische Umgebung, in der es zum Einsatz kommt (virtuelle Infrastruktur, Speichersystem, Betriebssystem, Datenbank, Unternehmensanwendung usw.).

      Folgende Kriterien sind entscheidend bei der Auswahl eines Datenrettungsanbieters:

      • Unterstützt der Anbieter Ihr Betriebssystem und Ihr Medium?
      • Verfügt der Datenrettungs-Anbieter über nach ISO-5/Klasse 100 zertifizierte Reinraum-Arbeitsplätze?
      • Hat der Anbieter die passenden Ersatzteile für Ihr Speichermedium am Lager?
      • Hat der Anbieter eine Vereinbarung mit dem Festplattenhersteller, sodass Ihre Garantie erhalten bleibt?
      • Verfügt der Datenrettungs-Anbieter über eine Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung, die schnell individuelle und maßgeschneiderte Lösungen entwickeln kann – auch für veraltetete oder die allerneuesten Systeme oder Medien?
      • Kann der Anbieter Remote Datenrettungs-Services bieten?

      Fazit: Hersteller sind Experten darin, hochwertige Produkte zu liefern. Die Datenrettung von tausenden verschiedener Datei- und Datenstrukturen und Formate gehören nicht unbedingt zu ihren Stärken. Es ist wichtig, dass Sie einen Anbieter wählen, der sicherstellen kann, dass Ihre Garantie gültig bleibt, und der Ihnen verschiedene Serviceoptionen bietet (Remote-, On-Site- und Laborservices). 

    • Mythos #3: In meinem Unternehmen gab es noch nie einen signifikanten Netzwerkausfall oder Datenverlust. Deshalb benötige ich keinen proaktiven Plan für den Fall eines Datenverlusts.
      Realität: Die Implementierung eines proaktiven Datenverlustplans ist wie eine Versicherung für Ihr Unternehmen. Jedes Unternehmen kann von Datenverlust betroffen sein. Hardware- und Softwarefehler, menschliches Versagen sowie Viren sind die häufigsten Ursachen. Bei den Risiken im Zusammenhang mit Datenverlust klafft jedoch die Schere zwischen Wahrnehmung und Realität deutlich auseinander.

      Oder wussten Sie, dass ein Datenverlust durchschnittlich Kosten in Höhe von 110.000 Euro pro Stunde verursacht und dass auf diese Weise allein US-Unternehmen jährlich 18,2 Milliarden US-Dollar (13,8 Milliarden Euro) 1 verlieren? Noch alarmierender ist es, dass Unternehmen, die eine Ausfallzeit von mehr als zehn Tagen erleben, sich davon finanziell nie wieder ganz erholen und 50% dieser Unternehmen die darauffolgenden fünf Jahre nicht überstehen2.

      Fazit: Datenverlust ist ein Problem, das jedes Unternehmen betreffen kann – schließlich kommt es laut Gartner-Studie jährlich bei mindestens 25% der Computerbenutzer weltweit zu einem Datenverlust.

      Bedenkt man nun noch die alarmierend hohen Kosten von Ausfallzeiten, so handelt es sich um ein Thema, auf das jedes Unternehmen eine Antwort haben sollte. Zum Glück sind verschiedene Servicemethoden verfügbar, die Sie beim Auffinden und Wiederherstellen der Daten unterstützen. Doch wenn Sie sicherstellen möchten, dass der Verlust minimal bleibt, sollten Sie proaktiv einen Datenrettungsplan entwickeln.

      Bei der Auswahl eines Datenrettungsanbieters sind folgende Kriterien entscheidend:

      • Stellen sie sicher, dass Ihr Anbieter kundenspezifische Lösungen für die Datenrettung in Ihrem Unternehmen entwickeln kann. Kroll Ontrack hat umfassende Erfahrung im Bereich Datenrettung.
      • Haben Sie bei dem Anbieter direkten Kontakt zu den Wiederherstellungstechnikern?

       

      1 Chris Preimesberger, Unplanned IT Downtime Can Cost $5k Per Minute: Report. Eweek.com (2011) http://www.eweek.com/c/a/IT-Infrastructure/Unplanned-IT-Downtime-Can-Cost-5K-Per-Minute-Report-549007/ Letzte Überarbeitung, 23. April 2012.
      2 Emergency Preparedness for Businesses, Teton County, Wyoming Emergency Operations Center, http://www.tetonwyo.org/AgencyTopic.asp?topicID=201630. Letzte Überarbeitung, 29. Dezember, 2011.

 

  • Mythos #4: Mein Backupsystem ist zuverlässig, daher muss sich mein Unternehmen über Datenverlust keine Gedanken machen.
    Realität: Leider sind Backupsysteme – auch wenn sie cloudbasiert oder virtuell sind – nicht 100% zuverlässig und können genauso von Datenverlust betroffen sein wie Ihr Primärspeicher. Möglicherweise haben Sie also gar keinen Zugriff auf die archivierten Daten. Doch auch die Verwendung von verschiedenen Dateiformaten oder Betriebssystem-Updates können bewirken, dass Sie nicht alle Ihre Informationen wiederherstellen können.

    Darüber hinaus ist es angesichts des Trends unter Großunternehmen hin zu virtuellen Backup-Systemen wichtiger denn je, die Aktualität und Zugänglichkeit von Daten zu überprüfen – zumal Virtualisierungsverträge häufig jegliche Haftung für Löschung, Beschädigung oder Verlust der Daten ausschließen. Daher ist es entscheidend, dass IT-Administratoren in Großunternehmen proaktiv einen Datenrettungsanbieter in ihre Notfallpläne integrieren.

    Fazit: Sowohl Primärspeicher als auch Backup-Speicher können von Datenverlust betroffen sein (in 56% der Fälle aufgrund von Hardwarefehlern, in 26% der Fälle durch menschliches Versagen). Erfolgreiche Unternehmen erkennen die Bedeutung ihrer Daten und entwickeln proaktiv einen Datenrettungsplan mit einer klar definierten Rolle für den Datenrettungsanbieter.

    Bei der Auswahl eines Anbieters sind folgende Kriterien wichtig:

    • Hat der Anbieter proprietäre Tools und eine dedizierte Research und Development Abteilung?
    • Sind die Techniker des Anbieters von wichtigen Herstellern wie Apple® und Microsoft® zertifiziert?
    • Bietet der Anbieter eine kostenlose Beratung an, und stellt er Ihnen eine Liste der wiederherstellbaren Daten zur Verfügung, bevor Sie sich entscheiden?
    • Kann der Anbieter praktisch jede Art von Datenverlust beheben – virtuell und physikalisch?

     

  • Mythos #5: Die Datenrettung von SSD/Flash entspricht im Wesentlichen der Rettung von Festplatten.
    Realität: Der Bedarf an Datenrettung für Flash-Speicher hat deutlich zugenommen, weil immer mehr Privatanwender dieses Medium für ihre elektronischen Dateien nutzen. Dieser Trend bringt ganz neue Herausforderungen bei der Datenrettung mit sich, denn die Komplexität bei diesen Medien ist teilweise deutlich höher. Dies hat folgende Gründe:

    • Implementierung von Wear-Leveling-Algorithmen (Nutzungsverteilung)
    • ECC-Variablen (Error Correction Code)
    • Die Daten werden auf einem Flash-Medium ganz anders abgelegt als auf einer herkömmlichen Festplatte.

    Darüber hinaus gibt es noch keine festgesetzten Industriestandards für Datenlayout und Datenorganisation auf Flash-Medien, sodass je nach Hersteller und Modell eigene Wiederherstellungslösungen erforderlich sind.

    Achten Sie bei der Auswahl eines Datenrettungsanbieters, das er folgendes bieten kann:

    • Fähigkeit zur Datenwiederherstellung von Flash-Medien und kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.
    • Proprietäre Flash-Wiederherstellungstechniken sowie ein tiefes Verständnis der verschiedenen Speichermedien.
    • Anwendung spezialisierter Prozesse, um eine optimal Qualität der Datenwiederherstellung zu bieten

    Fazit: SSD/Flash-Wiederherstellungen sind deutlich schwieriger als die Rettung von einer herkömmlichen Festplatte. Nicht jeder Datenrettungsanbieter ist in der Lage, die zusätzlichen Herausforderungen zu bewältigen. Achten Sie darauf, dass Ihr Datenrettungsanbieter dieser Herausforderung gewachsen ist.

Kosten:

“Kostenlos” ist nicht immer günstig.

    • Mythos #1: Wenn ein Datenrettungsanbieter damit wirbt, dass bei ihm die Datenrettung nur 350 Euro kostet, dann sind das die einzigen Kosten. Weitere Kosten kommen nicht hinzu.

      Realität: Diese irreführende Beschreibung wird in der Datenrettungsbranche leider häufig verwendet. Wenn in der Werbung eine Datenrettung für 350 Euro (oder einem ähnlichen, deutlich zu niedrig veranschlagten Pauschalbetrag) angeboten wird, dann handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Grundpreis. Der tatsächliche Preis für die Datenrettung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

      • Menge der Daten, die wiederhergestellt werden sollen
      • Schwierigkeitsgrad der Wiederherstellung
      • Zustand der Daten
      • evtl. Bedarf an Ersatzteilen

      Zu oft fallen Großunternehmen, die das Budget schonen wollen, auf unseriöse Angebote mit scheinbar sehr günstigen Preisen herein. Wichtiger – und letztlich auch günstiger – wäre es, das Kleingedruckte genau zu lesen und eigene Interessen konsequent durchzusetzen.

      Fazit: Niemand verschenkt etwas. Achten Sie darauf, dass Sie nicht am Schluss für etwas bezahlen, das Sie gar nicht erhalten.

      Um festzustellen, wer die richtige Wiederherstellungsmethode für Ihre Ansprüche und Ihr Budget anbietet, brauchen Sie einen transparenten Datenrettungsanbieter, der Ihre Daten untersucht und Ihnen vorab schon den Zustand Ihrer Daten und deren Wiederherstellbarkeit zur Verfügung stellt und Sie direkt mit einem erfahrenen Spezialisten sprechen lässt.

      Anbieter, die ihre Kunden wertschätzen, bieten außerdem auch nach der Rettung noch einen Support, um die Zufriedenheit der Kunden sicherzustellen. Elemente dieses Supports können sein:

      • Hilfe bei der Migration der wiederhergestellten Daten zurück in Ihre Umgebung.
      • Support in Ihrer Sprache.
      • Service rund um die Uhr.
      • Online-Tool für unsere Kunden, um die Wiederherstellbarkeit der Daten vorab zu prüfen.

       

    • Mythos #2: Wenn ich kostenlos ermitteln lasse, welche Daten gerettet werden können, kann ich nichts falsch machen.
      Realität: Stimmt nicht unbedingt. Wenn Sie Ihre beschädigten Laufwerke oder andere Geräte einem Datenrettungsanbieter übergeben, dann riskieren Sie, dass Daten verlorengehen, die andernfalls gerettet werden könnten. Sie müssen also bestimmte Vorbereitungen treffen, bevor Sie die wertvollen Geräte Ihres Unternehmens in fremde Hände legen.

      Fazit: Stellen Sie eine gründliche Recherche über Ihren Datenrettungsanbieter an. Fallen Sie nicht auf Lockvogel-Angebote herein. Wenn etwas umsonst ist, klingt das erst einmal gut. Doch bei der Datenrettung sollten Sie in solch einem Fall aufhorchen. Eine gute und effiziente Datenanalyse braucht Zeit und Sorgfalt. Schließlich soll herausgefunden werden, welche Daten wiederherstellbar sind und welche nicht. Ein nicht sachgerechter Umgang mit Ihren Speichermedien kann Ihre Chancen auf Wiederherstellung schnell zunichte machen. Wenn also ein seriöser Anbieter mit kostenlosen Überprüfungen Werbung macht, wird der damit verbundene Aufwand in aller Regel auf den Endpreis aufgeschlagen.

      Wertvolle Daten sollten Sie nicht einem Anbieter überlassen, der Ihre Daten nicht vernünftig analysiert bzw. nicht genau prüft, welche Daten wiederherstellbar sind.

    • Mythos #3: Die Implementierung einer proaktiven Lösung zur Datenwiederherstellung wäre zu teuer und unnötig; wir würden bei einem Systemausfall nur wenig Zeit und Geld verlieren.
      Realität: 2011 waren fast 1,5 Millionen Computer1 von Datenverlust betroffen, und laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Gartner kommt es jährlich bei mindestens 25% der Computerbenutzer weltweit zu einem Datenverlust. Die finanziellen Auswirkungen eines solchen Vorfalls können katastrophal für ein großes Unternehmen sein, und häufig kommen noch Compliance-Probleme sowie juristische Schwierigkeiten hinzu.

      Führungskräfte, die in einen proaktiven Datenrettungsplan investieren, schützen damit nicht nur ihr Unternehmen, sondern sparen langfristig auch viel Zeit und Geld.

      Fazit: Ein Datenverlust verursacht pro Stunde durchschnittlich Kosten in Höhe von 145.000 US-Dollar ( 110.000 Euro)2 und allein in den USA verlieren Unternehmen auf diese Weise jedes Jahr 18,2 Milliarden US-Dollar (13,8 Milliarden Euro). Diese alarmierend hohen Kosten sowie weitere drastische Konsequenzen machen Ausfallzeiten zu einem Thema, auf das jedes Unternehmen eine Antwort haben sollte.

      Zum Glück sind verschiedene Servicemethoden verfügbar, die Sie beim Auffinden und Wiederherstellen der Daten unterstützen. Kroll Ontrack bietet Remote-, On-Site- und Laborservices sowie kundenspezifische Wiederherstellungslösungen an. Doch wenn Sie sicherstellen möchten, dass der Verlust minimal bleibt, sollten Sie proaktiv einen Plan entwickeln.

      1 Id.
      2 David Smith, The Cost of Lost Data, Graziadio Bus. Rev. (2003), http://gbr.pepperdine.edu/2010/08/the-cost-of-lost-data/#_edn15. Letzte Überarbeitung, 29.10.2011

 

  • Mythos #4: Es gibt viele kostengünstige Datenrettungsanbieter, die diese Aufgabe gut bewältigen können.
    Realität: Ja, es gibt verschiedene Billiganbieter, die eine Website auf die Beine stellen und dort behaupten, sie seien ein führendes Datenrettungsunternehmen. Die meisten möchten damit nur aus der emotionalen Notlage Profit schlagen, die ein Datenverlust bedeutet. Häufig gibt es nur eine Chance, die Daten wiederherzustellen. Deshalb ist es so wichtig, die Aufgabe gleich beim ersten Mal in die richtigen Hände zu legen, anstatt “erst einmal” die billigste Option zu wählen.

    Um alle Ihre Chancen auf Wiederherstellung zu wahren, wählen Sie einen Anbieter mit

    • Umfassender Erfahrung
    • Einem breiten Portfolio von proprietären Software-Tools und Prozessen. Nur so ist eine saubere Wiederherstellung möglich.
    • Einer transparenten Preisgestaltung und transparenten Prozessen.
    • Support auch nach der Wiederherstellung, damit alles schnell wieder läuft.
    • Einer belegbaren, hohen Erfolgsquote.


    Fazit von Kroll Ontrack:
    Geringe Kosten sind nicht identisch mit Qualität, und da sich jedes Jahr nicht nur die Datenmenge verdoppelt, sondern auch die Zahl der Fälle von Datenverlust, müssen Sie die Wiederherstellbarkeit Ihrer Daten sicherstellen, bevor Sie einen Auftrag erteilen.

  • Mythos #5: Ich suche im Internet die günstigste Datenrettungsoption, weil im Grunde alle Daten unabhängig von der Situation wiederherstellbar sind.
    Realität: Aufgrund der Komplexität bei den Speichermedien und bei den Fällen von Datenverlust sind nicht alle Daten wiederherstellbar, und sensible Informationen können für immer verloren sein. Die Gründe für Datenverlust variieren von einfach bis katastrophal. Zu den Gründen gehören:

    • Hardwarefehler (56%)
    • Menschliches Versagen (26%)
    • Softwarefehler (9%)
    • Viren (4%)
    • Naturkatastrophen (2%)

    Nicht zuletzt durch diese Vielfalt der Ursachen für Datenverlust ist die Datenrettung so schwierig. Kein Fall ist identisch mit einem anderen.

    Bei der Auswahl eines Datenrettungsanbieters müssen Sie darauf achten, dass der Anbieter über Folgendes verfügt:

    • Erfahrung bei der Wiederherstellung von Daten – bei unterschiedlichen Gründen für Datenverlust und bei unterschiedlichen Typen von Quellen.
    • Eine hohe Erfolgsquote
    • Branchenführende Funktionen

    Manche Datenrettungsanbieter werben mit den billigsten Preisen, doch sensible oder kritische Informationen sind letztlich unbezahlbar.

    Fazit: In einer idealen Welt könnten 100 % der Daten leicht wiederhergestellt werden – unabhängig davon, wie und wo sie verlorengegangen sind. Doch leider führt die Komplexität der Speichermedien und der Ursachen für Datenverluste dazu, dass Daten eben nicht immer zu retten sind. Manche Datenrettungsanbieter werben zwar mit den billigsten Preisen, doch sensible oder kritische Informationen sind letztlich unbezahlbar.

    (1) Ontrack Data Recovery, 2012

Im nächsten und letzten Teil dieser Blog-Serie beschäftigen wir uns mit den Mythen über die Ressourcen, die Komplexität und den Sicherheitsaspekt für die richtige Auswahl eines Datenrettungsdienstleisters. Bis dahin…

Bildquelle: Bernd Kasper/pixelio.de