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Datenrettung – wenn nichts mehr hilft

Reinraum, Kroll Ontrack

Plötzlicher Datenverlust hat schon viele Anwender überrascht – und häufig existiert keine Datensicherung. Wenn wirklich wichtige Daten verschwunden sind sollte man darauf verzichten, mit kostenlosen Tools auf der Platte herumzufuhrwerken. Professionelle Software wie EasyRecovery von Kroll Ontrack hilft in vielen Fällen, aber wenn gar nichts mehr geht empfiehlt es sich, die Datenretter direkt in Anspruch zu nehmen. Ein paar Fragen, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen, möchten wir hier beleuchten.

Was soll ich tun, wenn ich versehentlich Dateien gelöscht habe?

Zunächst sollte genau überlegt werden, wo sich die Daten befinden könnten. Benutzen Sie die Suchmöglichkeiten des PCs, werfen Sie auch einen Blick in den Papierkorb oder auf andere Laufwerke. Haben Sie die Daten per E-Mail versandt? Dann ist möglicherweise noch eine Kopie bei Ihren gesendeten Mails vorhanden. Lassen Sie bei der Suche aber die Ordnerstrukturen auf jeden Fall unangetastet: Verschieben, löschen oder kopieren Sie keine Inhalte oder Ordner! Sie könnten versehentlich noch vorhandene Daten überschreiben.

Wenn die Daten wirklich nicht zu finden sind gibt es zwei Möglichkeiten: Sollten Sie ein Backup Ihrer Daten haben, können Sie auf dieses zurückgreifen. Allerdings sollten Sie die Daten nie auf die gleiche Festplatte zurücksichern. Denn falls das Backup nicht aktuell ist, würden Sie damit die auf der Platte vorhandenen Daten überschreiben. Steht kein aktuelles Backup zur Verfügung, können Sie eine Datenrettungs-Software wie Ontrack EasyRecovery einsetzen. Sollte auch das nicht helfen, ist das ein Job für einen professionellen Datenretter.

Was soll ich nicht tun, wenn ich Dateien unbeabsichtigt gelöscht habe?

Der Versuch, Daten selbst zu retten, geht häufig schief. Im Gegenteil: so werden oft irreversible Schäden an den Dateien angerichtet. Immer gilt: Stellen Sie auf keinen Fall die Daten auf dem ursprünglichen Laufwerk wieder her. Speichern Sie keine neuen Daten auf dem Laufwerk, es könnte beschädigt sein. Am besten stellen Sie das betroffene Laufwerk außer Betrieb.

Welche Lösungen bietet Kroll Ontrack bei Datenverlusten an?

Beliebtes Werkzeug zur Datenrettung ist Ontrack EasyRecovery. Professioneller kann man die „Do-it-yourself“ Datenrettung nicht durchführen. Das Programm kann den Zustand von Festplatten überprüfen und Daten in allen gängigen Formaten wiederherstellen. In der Enterprise-Version wird auch die Datenrettung in virtuellen Umgebungen unterstützt. Kostenlos kann geprüft werden, ob Dateien sich wiederherstellen lassen, bevor die Software gekauft werden muss.

Datenrettung Lösungen in Labor und ReinraumWenn EasyRecovery  nicht helfen kann – bei physikalischen Schäden wie ein Head-Crash oder ein Wasserschaden –  ist der Datenrettungs-Service von Kroll Ontrack die erste Wahl. Im Labor und im Reinraum kann mit einer hohen Erfolgsquote in fast allen Fällen von Datenverlust eine Wiederherstellung durchgeführt werden. Die Möglichkeiten reicht von der Rettung einzelner Festplatten bis zu Datenverlust in virtualisierten Systemen. Wenn es ganz schnell gehen muss kann man den Service auch über eine Remote-Verbindung in Anspruch nehmen.

Was kostet eine Datenrettung?

Als erstes analysiert Kroll Ontrack das Speichermedium und evaluiert den Schaden.  Dafür gibt es feste Preise, die für HDDs bei 90 Euro netto und für SSDs bei 180 Euro netto beginnen. Der Kunde erhält einen Report, aus dem hervorgeht, welche Daten wiederherstellbar sind und welche Kosten für die Datenrettung anfallen. Die Kosten sind aufwandabhängige und beginnen bei ca. 800 Euro. Über den angegeben Festpreis hinaus entstehen keinerlei zusätzliche Kosten.

Wie läuft eine Datenrettung ab?

Über die kostenfreie 24-Stunden Datenrettungs-Hotline (0800 10 12 13 14) von Kroll Ontrack wird das Problem gemeldet. Die korrumpierten Medien werden kostenlos abgeholt.

Im Datenrettungslabor werden bei Bedarf Teile ausgetauscht, um die Platte auszulesen. Gearbeitet wird dann immer an einer Kopie, nie am Original. Kroll Ontrack stellt ein komplettes Verzeichnis der wiederherstellbaren Dateien zur Verfügung und gibt ein verbindliches Angebot für die Datenrettung ab. Dann erst muss der Kunde entscheiden, ob er die Datenrettung in Auftrag geben möchte.

Bei der Datenrettung werden die Daten Bit für Bit wieder hergestellt – mit eigens entwickelten Software-Tools. Ist die Hardware beschädigt, wird in einem staubfreien Reinraum (Klasse100) gearbeitet. Durch Absprachen mit allen gängigen Festplattenherstellern bleibt dabei der Garantieanspruch erhalten. Nach der Restauration des Datenträgers werden die Daten aus Sicherheitsgründen verschlüsselt und zusammen mit dem Originalmedium dem Kunden übergeben.

Auf was kann ich beim Kauf von Speichermedien achten, um spätere Probleme bei der Datenrettung gering zu halten?

Problematisch sind Datenträger mit interner Verschlüsselung (Self-Encrypting-Drives). Wenn die Rohdaten bereits beim Schreiben auf den Speicher durch den Controller verschlüsselt werden, sind Datenretter auf den Schlüssel des Herstellers angewiesen. Aber nicht alle Hersteller arbeiten mit Datenrettungsanbietern zusammen. In diesem Fall sind auch die Profis machtlos. Beim Kauf von SSDs sollten also Geräte ohne interne Verschlüsselung gewählt werden. Wichtig ist der Kauf von Geräten namhafter Hersteller, nicht alle Anbieter haben genügend Erfahrung, um zuverlässige Festplatte zu bauen.