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Deep Web oder Dark Web?

Deep Web

„Deep Web“, das „tiefe Web“, manchmal auch das „unsichtbare Web“ genannt, ist der Teil des Internet, der über herkömmlichen Suchmaschinen nicht gefunden werden kann. Zum Deep Web gehören E-Mails, Chat-Nachrichten, private Inhalte auf Social Media Websites, elektronische Kontoauszüge, elektronische Patientenakten und andere Inhalte, die zwar über das Internet zugänglich sind, aber nicht durch Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Bing oder DuckDuckGo gecrawlt und indiziert werden

Es ist nicht bekannt, wie groß das unsichtbare Web ist, aber Experten schätzen, dass im Unsichtbaren 100 bis 500 mal mehr Inhalt zu finden ist, als das sichtbare „Oberflächenweb“ zeigt.

Gründe für eine Nicht-Indizierung gibt es viele. Es kann sein, dass der Inhalt nur durch zugelassene Besucher über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) einsehbar ist. Oder der Inhalt ist kommerziell und nur für zahlende Besucher sichtbar. Auch personenbezogene Daten (PII), die von Compliance-Vorschriften geschützt sind und nur über eine Portal-Website mit Hilfe entsprechender Zugangsdaten erreichbar sind, finden sich im „Deep Web“. Themenspezifische Datenbanken gehören zum unsichtbaren Web ebenso wie verwaiste Seiten, auf die kein Link zeigt.

Häufig wird das „Deep Web“ mit dem „Dark Web“ oder „Darknet“ verwechselt. Zwar ist das Darknet ein Teil des Deep Web, allerdings geht es hier um kleine oder größere Netzwerke, deren Mitglieder die Verbindung zueinander manuell herstellen und nach außen hin nicht in Erscheinung treten wollen – sei es aus privaten oder politischen, urheberrechtlichen oder einfach kriminellen Gründen.

Bildquelle: Daniel Rehn / flickr – Lizenz: CC2