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Denken Sie dran, wenigstens am World Backup Day 2017 ihre Daten zu sichern

Backup

Backups sind wichtig. Damit das nicht vergessen wird, hat der damals 24-jährige Collegestudent Ismail Jadun in Youngstown, Ohio den World Backup Day am 31. März 2011 ins Leben gerufen. Seitdem wird der Ehrentag jedes Jahr gefeiert.

Dass an das Erstellen einer Sicherungskopie von Computer- oder Smartphone-Daten erinnert werden muss, ist eigentlich erstaunlich. Es sollte doch jedem klar sein, dass Daten auf einer Festplatte oder einer Speicherkarte nicht in alle Ewigkeit bestehen bleiben können. Dennoch, die Zahlen sprechen für sich:

  • Ein knappes Drittel aller Nutzer hat noch nie ein Backup gemacht
  • Über 100 Smartphones werden jede Minute gestohlen – oder sie gehen einfach verloren
  • Fast ein Drittel aller Daten-Katastrophen sind Unfälle

In Zeiten von Ransomware und anderen Hackerangriffen ist ein zeitnahes Backup unverzichtbar. Wenn das Netzwerk korrumpiert, Daten gelöscht oder gestohlen wurden oder sonst wie der Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten nicht möglich ist, kann ein funktionierendes Backup der einzige Ausweg sein, um zumindest Teile des Unternehmens funktionsfähig zu halten. Der Verlust von wichtigen Unterlagen, von Konstruktionszeichnungen, Grafiken und Texten, von Rechnungen, der Kunden- oder Lieferantenkartei oder anderen für den laufenden Betrieb relevanten Daten kann ein Unternehmen im schlechtesten Fall schnell an den Rand des Ruins oder darüber hinaus treiben.

Aber auch private Nutzer von Computern und Datenspeichern können durch ein Backup nur profitieren. Ist der Ordner mit den Bildern Ihrer Kinder nur auf ihrer Festplatte vorhanden? Was passiert dann, wenn Ihr Datenspeicher sich aufhängt und nicht mehr ansprechbar ist? Ein kompetenter Datenretter kann hier zwar meistens helfen, aber es wäre vernünftiger, wenn Sie eine Sicherungskopie vorrätig hätten. Auch die Baupläne für Ihr geplantes Haus, die Buchungsbestätigung für den nächsten Urlaub, die Korrespondenz mit Ihrer Liebsten oder die Weihnachtsgrüße von Opa – alles könnte durch ein kleines Missgeschick, durch eingeschleuste Malware, Brand oder Überschwemmung verloren gehen.

Und wie sieht es mit Ihrem Smartphone aus? Private Bilder, wichtige Kontakte, auch geschäftliche Unterlagen finden sich heute immer häufiger auf diesem kleinen elektronischen Helferlein. Ist das Smartphone irgendwie auf Nimmerwiedersehen verschwunden, sind ohne Backup alle Daten verloren. Allein ein gesprungener Bildschirm kann das Einloggen verhindern. Bis der Schirm ausgetauscht ist, kann möglicherweise kein Zugriff auf die gespeicherten Daten erfolgen – es sei denn, Sie haben das Gerät so eingerichtet, dass Sie mit Ihrem Computer darauf zugreifen können.

Die Ausrede, es sei umständlich dafür zu sorgen, dass eine Sicherungskopie vorhanden ist, gilt heute nicht mehr. Es gibt genügend Programme – kostenlos oder (besser) kostenpflichtig –  die so konfiguriert werden können, dass die Sicherung ohne unser Zutun ausgeführt wird.

Eines aber sollte keinesfalls vergessen werden: Ab und an sollte geprüft werden, ob das Backup auch funktionsfähig ist. Es gibt zahllose Geschichten, die alle zum Inhalt haben, dass entweder das Backup solange hinausgeschoben wurde, bis es zu spät war oder ein Backup existierte, das aber nicht funktionierte, ein Restore somit unmöglich war.

Wer sich nun konkret mit dem Thema Backup beschäftigen möchte, sollte wissen, dass ein Backup im ungünstigsten Fall nicht ausreicht. Zwei bis drei sollten es sein. Eine Kopie auf dem Gerät selbst, eine auf einem externen Speichermedium und eins außer Haus, beispielsweise in der Cloud.

So vorbereitet kann man einen Hackerangriff problemfrei parieren; auch Überschwemmungen oder Feuersbrünste verlieren ihre Schrecken – wenn man sie vom Standpunkt der Datensicherung betrachtet.

Bildnachweis: Tim Reckmann/ pixelio.de