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Diffizile Datenrettung bei PCIe-Datenspeichern

Die Nachfrage nach schlanken und leichten Speichermedien wird immer größer. Daher werden immer häufiger PCI-Express-basierte SSD-Speicher als Ersatz für die herkömmlichen SATA-basierten Speichermedien verbaut. Diese Laufwerke nutzen den PCIe-(Peripheral Component Interconnect Express)-Bus, der wesentlich höhere Datenübertragungsraten erlaubt, als es bei SATA möglich ist. Darüber hinaus kann durch den Einsatz dieser Medien die Ausmaße der Server verkleinert werden, da PCIe-SSD-Speicher im Vergleich zu mechanischen Festplatten sehr viel weniger Platz benötigen.

Die neuen Laufwerke werden direkt in die PCIe-Slots gesteckt oder auf das Motherboard gelötet – was eine besondere Herausforderung in Bezug auf die Datenrettung darstellt. Gesteckte PCIe -Laufwerke (also diejenigen, die nicht verlötet sind) können auf die gleiche Weise wie SATA-basierte SSDs behandelt werden. Die Datenrettung kann zwar immer noch sehr komplex und zeitaufwendig sein, aber das direkte Arbeiten am Gerät ist möglich.

Bei den fest verlöteten PCIe-Laufwerken wird die Situation komplizierter. Die größte Herausforderung besteht darin, das Laufwerk aus dem Motherboard zu entfernen – vorausgesetzt, dies ist überhaupt möglich. Die Tatsache, dass Speicher oder Controler während dieses Prozesses beschädigt werden können, ist zumindest gegeben – allerdings sind die Speichermodule so neu, dass konkrete Erfahrungen noch ausstehen.

Ein weiteres Problem bei fest verlöteten PCIe Speichern ist, dass der Wunsch auf Erhöhung der Speicherkapazität den Benutzer zur Verwendung von externen Laufwerken zwingt, was die Gefahr von Datenverlust durch Überhitzung, physischen Schäden oder elektronischen Problemen erhöht.

Die neue Schnittstelle gewinnt an Popularität, da sie unbestritten große Vorteile mit sich bringt. Wenn Datenrettung ein wichtiger Faktor ist sollte aber mit der Anschaffung besser noch abgewartet werden, bis die Zuverlässigkeit der PCIe-Laufwerke ausgiebig getestet wurde.