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Erhöhte Speicherkapazität: Seagate präsentiert HAMR Laufwerke

Speicherkapazität der Magnetfestplatte

Die HAMR Technologie – „Heat Assisted Magnetic Recording“- wurde entwickelt, um die Speicherkapazität der Magnetfestplatte mindestens zu verfünffachen – bei der gleichen Fläche und der gleichen „kalten“ Dichte. Eine Demonstration, dass Seagate funktionsfähige Laufwerke entwickelt hat, wurde auf der Intermag Show im Juni 2015 erbracht.

Seagates HAMR Laufwerke werden noch nicht produziert: Sie sind nicht vor 2017 für eine begrenzte Anzahl von ausgewählten Kunden und vor 2018 für die Massenproduktion vorgesehen. Aber was die Vorstellung eindrucksvoll bewies: Mehreren HAMR-Platten in einem RAID System schrieben und lasen ein Video während eines Zeitraums von drei Tagen im Dauerbetrieb und ohne jegliche Unterbrechung.

Ein einzigartiger und komplexer Prozess …

Der „Trick“ der HAMR-Technologie liegt darin dem Schreibkopf nur zu gestatten, auf einem zuvor erhitzten Substrat zu schreiben. Bei diesem Verfahren kann nur das „aufgeweichte“ Substrat die Partikel dazu zu bewegen ihren magnetischen Zustand zu ändern. Die Erwärmung geschieht durch einen Laser und ist so präzise, dass die Tracks, die außerhalb der gerade erwärmten und bearbeitenden Bahnen liegen, auch nicht erhitzt werden. Der Magnetkopf kann daher eine einzelne Spur, die bei der normalerweise bei Festplatten eingesetzten PMR-Kopf-Technologie (Perpendicular Magnetic Recording) fast ein Fünftel der gesamten beschreibbaren Fläche umfasst, ändern.

… an dem noch Verbesserungen vorgenommen werden können.

Änderungen an der HAMR-Technologie werden bereits untersucht. Es handelt sich dabei um die HDMR-Technologie (Heated Dot Magnetic Recording), bei der mit einem Substrat gearbeitet wird, dass eine doppelt so hohe Speicherdichte der magnetischen Teilchen aufweist wie bei HAMR. Das darunterliegende Prinzip setzt dabei darauf, dass die Nanopartikel, diesmal auf Basis von FePt (Eisen/Platin), nicht mehr in Spuren (Tracks) organisiert sind, sondern in Einheiten, bei denen jeder Punkt eines Schemas genau ein Bit darstellt. Das ist vergleichbar mit dem „Gravieren“ der Informationen bei einem SSD-Chip nur diesmal eben mit rein magnetischen Bits. Ein neuer interessanter Ansatz, der zukünftig dazu beitragen kann, dem Problem des immer stärker wachsenden Speicherbedarfs auf Festplatten Herr zu werden und durch die höhere Dichte auch gleichzeitig noch schneller und genauer zu speichern.

Bildquelle: Kitguru.net