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Exotische Materie für Super-Datenspeicher

Datenspeicher

Der Nobelpreis für Physik wurde in diesem Jahr David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz verliehen. Die Physiker hatten sich mit exotischen Zuständen von Materie beschäftigt, Zuständen, die sich von den bekannten Phasen fest, flüssig und gasförmig unterscheiden.

Die Wissenschaftler hatten „topologische Phasen und quantenphysikalische Phasenübergänge“ untersucht. Sie entdeckten quantenphysikalische Oberflächenphänomene bei dünnen Filmen von superfluidem Helium, die  denen von Supraleitern ähneln, die äußere Magnetfelder bilden. Diese Magnetfelder können stabile Wirbel – sogenannte Skyrmionen – ausbilden, deren Eigenschaften sich temperaturabhängig schlagartig und genau vorhersehbar ändern.

Diese Eigenschaften der Skyrmionen machen sie sehr interessant für zukünftige Datenspeicher, die – verglichen mit heutigen Festplatten – eine tausendmal höhere Datendichte erreichen könnten. Aber auch für den Aufbau zukünftiger Quantencomputer könnte die Arbeit der drei Wissenschaftler genutzt werden.

Die Nobeljury würdigte die Nobelpreisträger mit der Aussage: „Ihre Pionierarbeit hat die Jagd auf neue und exotische Zustände von Materie eröffnet.“

Bildquelle: aion* / flickr – Lizenz: CC2