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Fingerabdruck gehackt

Fingerabdrucksensor

Es ist eine durchaus elegante Lösung, die Zugriffsicherung von mobilen Telefonen und anderen Geräten durch den eigenen Fingerabdruck. Aber 100-prozentige Sicherheit bietet auch dieses Sicherungssystem nicht, wie Forscher der Michigan State University beweisen konnten.

Die Wissenschaftler wurden von der Polizei gebeten, ihnen beim Entsperren eines Smartphones zu helfen. Bei dem Mobiltelefon handelte es sich um das Gerät eines Mordopfers. Die Polizei vermutete, darauf Hinweise auf den Mörder zu finden. Den Fingerabdruck der Leiche konnte die Polizei nicht verwenden, das Opfer war zu sehr verwest. Allerdings war der Fingerabdruck bei einer früheren Festnahme gespeichert worden.

Die Forscher optimierten diese Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm und druckten sie mit einem einfachen Tintenstrahldrucker aus. Allerdings benutzten sie spezielle leitfähige Tinte, da der Fingerabdrucksensor des fraglichen Smartphones nur funktioniert, wenn der Abdruck Strom leiten kann, wie es bei einem „normalen“ Finger der Fall ist. Die Wissenschaftler hatten Glück, sie konnten verschiedene Versionen ihres Fingerabdrucks ausprobieren, ohne dass das Handy sie komplett aussperrte, und bekamen Zugriff auf die gespeicherten Daten.

Ob die Polizei auf dem geknackten Gerät dann auch fündig wurde, ist leider nicht bekannt.

Bildquelle: 422737 / pixabay