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Flash wird Hauptspeicher – HDD ersetzt Tape in der Cloud

Zurzeit vollzieht sich ein Paradigmenwechsel im Enterprise-Storage-Bereich: Flash-Speicher kommt in Storage-Systemen immer häufiger zum Einsatz – vor allem im Hochlastbereich. Zwar sind Flash-Speicher immer noch wesentlich teurer als magnetische Festplatten, aber diesen Nachteil macht der unkomplizierte Umgang mit sehr großen Datenvolumina wett. Bisher wurden in diesem Marktsegment schnelle HDDs mit Drehzahlen von 15 000 U/Min eingesetzt (normal sind 10 000 U/Min). Diese kommen in Zukunft aber vermehrt in Systemen zum Einsatz, die mittlere Datenlasten zu verarbeiten haben, große Datenmengen werden von Flash-Speichern übernommen. Allerdings wird der Markt bei „langsamen“ Datenspeichern  weiter wachsen, vor allem bei Cloud-Anwendungen, wo HDDs als Datenspeicher für selten benutzte Inhalte benutzt werden und so die Aufgabe übernehmen, die bisher dem Speichertape zukam.

Ein Vergleich zwischen herkömmlichen 15K-Festplatten und Flash-Speichern (Tiered-Storage-Konfiguration, Read-Intensive- und Write-Intensive) bei einer Datenbankanwendung mit benötigten 20 TByte Speicher und einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von 40.000 Operationen pro Sekunde ergab 80 Prozent Platzersparnis, eine etwa 90 Prozent kürzere Latenzzeit und einen um 50 Prozent gesteigerten Datendurchsatz bei Benutzung eines Flash-Speicher-Systems. Ein Aus für die HDDs bedeutet das aber nicht: durch sinkende GByte-Preise bei magnetischen Festplatten werden sie als Ersatz für Speicherbänder weiterhin gute Dienste leisten.

Bildquelle: Tomasz Wyszołmirski / istock