Go to Top

Fünf Fragen, die Sie sich beim Verschieben Ihrer Daten in die Cloud stellen sollten…

Das Verschieben von Daten von On-Premise Lösungen nach Cloud-basierten Werkzeugen ist eine IT-Entscheidung, die für viele kleine Unternehmen recht verlockend ist. Die Technologie kann eine breite Palette von Leistungen bieten – von Kosteneinsparungen bis hin zur Steigerung der Agilität – und das ist besonders vorteilhaft für Firmen die über keine große IT-Abteilung und nur über ein eingeschränktes Budget für diesen Bereich verfügen.

Ein Umzug in die Cloud kann diesen Organisationen ermöglichen auf Werkzeuge zuzugreifen, die sonst außerhalb der finanziellen Möglichkeiten der Firma liegen würden. Darüber hinaus können die Unternehmen auch die Vorteile einer Unterstützung durch Experten in Anspruch nehmen und so schnell ihre Prozesse erweitern, wenn ihr Geschäft anwächst.

Daher ist es keine Überraschung, dass eine Studie des UK Cloud Industrie Forum erwartet, dass 90 Prozent der britischen Unternehmen derzeit mindesten zwei Cloud Services nutzen. Diese Zahlen können zwar in anderen Ländern auf der Welt anders ausfallen, aber der allgemeine Trend zur Cloud-Nutzung wird absehbar nicht verschwinden. Allerdings gehört zur dieser Technologie weit mehr als nur die Anmeldung bei einem Provider, die Migration von Schlüsseldaten in die Cloud, dem anschließenden Zurücklehnen und dem Warten darauf, dass die Einsparungen sichtbar werden.

Es gibt eine breite Palette von Fragen, die sich kleine Firmen stellen müssen, bevor sie in die Cloud gehen, um sicher zu sein, dass ihre Daten sicher und jederzeit zugänglich sind. In diesem Sinn nachfolgend unsere fünf wichtigsten Überlegungen, die berücksichtigt werden müssen, bevor man einen Cloud-Service-Vertrag unterzeichnet:

  1. Wer ist für Ihre Datenspeicherung verantwortlich?

Einer der ersten Schritte muss sein, festzustellen, wer für die auf einem Cloud-Dienst gespeicherten Daten verantwortlich ist. In der Regel ist es so, dass obwohl die Datenzentren dem Cloud-Anbieter gehören, die oberste Verantwortung für die Daten dem Kunden obliegt und nicht dem Anbieter. Wenn es also zu einem Datenleck oder -verlust kommt, wird in der Regel das Unternehmen haftbar gemacht und nicht der Cloud-Anbieter.

Es ist auch wichtig sich klarzumachen, wo die Daten physisch gespeichert werden, da dies auch unterschiedliche rechtliche Auswirkungen nach sich ziehen kann. Wenn z.B. Daten auf US-Servern gespeichert werden, fallen diese unter die amerikanische Zuständigkeit und unterliegen anderen Datenschutzstandards, als wenn sie in der EU gelagert würden.

  1. Wie hoch ist die erwartete Zuverlässigkeit?

Zuverlässigkeit sollte ebenfalls ein Top-Anliegen sein, insbesondere wenn unternehmenskritische Daten in der Cloud gespeichert werden. Jede Menge an Ausfallzeiten führen unweigerlich bei Geschäftstätigkeiten dazu, dass Geld verloren wird, also ist es wichtig dass die Unternehmen verstehen, welche zugesagte Verfügbarkeit-Level (Uptime) sie erwarten können und welche Notfall-Maßnahmen vorhanden sind, um das sicherzustellen.

  1. Welche Sicherheitsmaßnahmen sind in Kraft?

Zu wissen, welche Schutzmaßnahmen vorhanden sind, um Ihre Daten sicher zu halten, ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, besonders dann, wenn sensible Informationen hin zu Cloud-Diensten migriert wurden oder wenn Firmen in regulierten Branchen agieren, die sich nach Standards wie z.B. PCI-DSS oder ISO 27001 richten müssen.

Die Cloud-Anbieter müssen in der Lage sein angemessene Antworten auf diese Fragen zu liefern. Wenn sie das tun, sind ihre Angebote wahrscheinlich genauso sicher (wenn nicht sogar noch mehr) wie On-Premise-Lösungen in der Firma, allein schon deshalb weil die Dienste auch zusätzliche Sicherheits-Ressourcen bieten, die sich kleine Firmen aufgrund der Kosten kaum alleine leisten könnten.

  1. Welche Unterstützung steht zur Verfügung?

Insbesondere Kleinunternehmen sind wahrscheinlich auf eine kompetente Beratung und Unterstützung von Cloud-Anbietern angewiesen. Während ein Großunternehmen in der Lage sein wird die Einrichtung einer Public oder Private Cloud Lösung auf eigene Faust zu verwalten, könnte es sich für Kleinunternehmen um eine komplexe und zeitaufwendige Aufgabe handeln.

Diese Unternehmen müssen deshalb herausfinden, welche Hilfe von ihrem Cloud-Service-Provider angeboten wird; wie beispielsweise Wartung und automatische Upgrades. Hier die richtige Wahl zu treffen ist entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz und es gilt zu vermeiden einen Anbieter auszusuchen, der nicht in der Lage ist alle Vorteile der angeboten Werkzeuge in Anspruch nehmen zu können.

  1. Was steht im Kleingedruckten?

Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie genug Zeit zum Lesen des Kleingedruckten jeder Cloud-Service-Level-Vereinbarung einplanen, da diese oft detailliert ausgeführte Schlüssel-Klauseln beinhalten, die im Zweifel zu einem späteren Zeitpunkt immens wichtig werden können. Beispielsweise sind darin auch die Höhe der Entschädigungen verborgen, die ein Kunde erhält, wenn die zugesagte Betriebszeit des Services nicht eingehalten wird und wie die Disaster Recovery Prozesse geregelt sind.

Das Kleingedruckte sollte auch erklären, was mit den Geschäftsdaten am Ende der Vertragslaufzeit geschieht. Das Letzte, was ein Unternehmen braucht, ist viel später zu entdecken, dass der Cloud-Service-Anbieter die Daten auf den Servern nicht restlos beseitigt hat.

Kleine Firmen, die zufriedenstellende Antworten auf diese fünf Fragen bekommen, sollten in der Lage sein eine profitable Beziehung mit ihrem Cloud-Anbieter für die kommenden Jahre zu etablieren, in dem sicheren Wissen, dass ihre Daten sicher sind und immer vorhanden sein werden, wenn diese benötigt werden.

Bildquelle: iStock