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Google shoppt weiter

Nach Nest Lab und Dropcam kaufte google für eine halbe Millarde Dollar die Firma Skybox. Die Firma will günstige Satelliten ins All schießen, mit denen laut Mitgründer Dan Berkenstock „jeder jederzeit sehen kann, was alles auf unserem Planeten passiert“. Google hat mit Google-Earth zwar schon ein Himmelsauge im Programm, die Kartendaten sind aber teilweise einige Jahre alt, was die neue Tochter wohl verbessern kann. Bisher hat Skybox allerdings erst einen Sateliten ins All geschossen, zwei Dutzend sollen es insgesamt werden.

Über Skybox können Interessiert Gebiete außer mit detailreichen Fotos auch mit 90 Sekunden langen Videos beobachten. Die Auflösung soll bei 1 Meter liegen, somit können Autos beobachtet und Energieleitungen kontrolliert werden, Schiffscontainer verfolgt und Erntezeitpunkte festgelegt werden. Auf Wunsch mehrmals täglich, also fast in Echtzeit – und das von jedem Ort der Welt.

Die Satelliten von Skybox sollen die Google-Karten auf neuestem Stand halten. Darüber hinaus will Google mit den Möglichkeiten der Satelliten die Hilfe bei Unglücken und Naturkatastrophen verbessern. Möglich wird das durch die gesunkenen Kosten im Satellitenbau und die geringere Größe, was das Verbringen ins All drastisch verbilligt hat. Skybox gibt an, die kleinsten Satelliten für hochauflösende Bilder zu bauen.

So wird Google in Zukunft auch von oben auf uns herabblicken – wohlwollend, wollen wir hoffen.

Bildquelle: Cristóbal Alvarado Minic