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Helden im Kampf gegen den DAU gefunden

Zwei Wochen und dutzende Einsendungen später ist unsere gemeinsame Verlosung mit dem IT-Administrator zu Ende. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen System-Administratoren, die uns ihre schönsten DAU-Geschichten eingereicht haben. Sie haben uns wirklich zum Schmunzeln und ungläubigen Kopfschütteln gebracht. Nachfolgend finden Sie ein paar der schönsten Einsendungen. Die Gewinner werden in Kürze benachrichtigt.

Mäusejagd
Vor einigen Jahren war ich Administrator eines Baustoffhandels mit angeschlossenem Rechenzentrum. Meine Aufgabe war es unter anderem, die Kollegen der Zentrale zu betreuen. Eines Tages bekam ich einen Anruf, mit dem Hinweis, dass die Maus defekt sei. Auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass die Maus immer in die falsche Richtung läuft, also Maus nach links => Zeiger nach rechts, Maus nach oben => Zeiger nach unten, usw.

Da ich wusste, dass bei den damaligen Maustreibern die „Mausausrichtung“ einstellbar war, dachte ich sofort daran, dass die Maus nur um 180° gedreht war (Kabel nach unten – Richtung Unterarm). Auf meine Bitte, die Maus mal umzudrehen, bekam ich zur Antwort, dass die Maus dann überhaupt nicht mehr reagiere. Also nahm ich eine neue Maus aus dem Schrank und als ich dann 2 Tage später in der Zentrale war, ging ich zu dem Kollegen und wollte eine Vorführung.

Und tatsächlich – die Maus war so gedreht, dass nicht mit den Fingern geklickt wurde, sondern mit dem Ballen der Hand – was der Kollege im Übrigen perfekt beherrschte. Als ich ihn nun nochmals bat, die Maus umzudrehen, drehte er sie tatsächlich um – aber auf den Kopf. Die Mauskugel war nun oben und hatte keine Haftung mehr. Da war mir klar – ein DAU.

Ich erklärte ihm, wie die Maus „richtig“ gedreht wird und wir lachten herzlich. Die Maus war nicht defekt und den Maustreiber musste ich mit der „falschen“ Ausrichtung bei ihm einrichten, da er sich nicht in der Lage sah, mit den Fingern die Maustasten anzuklicken.

Was ISDN das?
Wir hatten einen Kunden, der uns angerufen hat, dass er sich eine neue ISDN Karte geholt und diese in dem PC eingebaut habe. Diese würde aber nicht funktionieren. Nachdem wir daraufhin die Karte umgetauscht hatten rief er wieder an und schilderte das gleiche Problem. Als wir ihn daraufhin baten, den PC einmal kurz zum Funktionstest vorbei zu bringen, war das Erstaunen groß.

Er hatte die ISA ISDN Karte in den SD-Ram Slot gesteckt und das Kabel an der Gehäuserückseite durch eine geöffnete Slot-Blende geführt. Die Fehlermeldung am Rechner lautete demnach erwartungsgemäß „Die ISDN Funktionalität ist stark eingegrenzt“.

Fensterln
Ein ehemaliger Kollege in einem kleinen Systemhaus wurde vor einigen Jahren von einer offenbar PC-unerfahrenen Dame telefonisch um Support bei einem Problem mit ihrem Computer gebeten. Mein Kollege gab sich sichtlich Mühe, der Hilfesuchenden eine Lösung anzubieten. Nach einer Weile sagte er: „Bitte schließen Sie mal alle Fenster!“

Darauf folgte ein fragender Gesichtsausdruck meines Kollegen, ein fragendes „Hä?“ mit anschließendem Lachanfall. Er bat mich, den Anruf zu übernehmen (er hatte Tränen in den Augen), was ich auch tat. Durch die Geräuschkulisse, die sich mir am Telefon bot, konnte ich verstehen, warum mein Kollege „zusammengebrochen“ war. Die Hilfesuchende war gerade dabei, alle Fenster (die in der Wand) zu schließen. Mir fiel es verständlicherweise schwer, im weiteren Verlauf ernst zu bleiben. Ich erklärte ihr, dass der Kollege zu einem dringenden Chef-Termin musste und konnte der Frau bei ihrem PC-Problem doch noch helfen. Es waren einfach zu viele Fenster (die auf dem Desktop) offen.

Ein Stift für alle Fälle
Von einer Kollegin wurde ich vor einigen Jahren gebeten, ihr bei der Einrichtung ihres Privatsystems zu helfen. Gutmütig wie Admins nun mal sind sagte ich zu und bat sie, den Rechner am nächsten Tag mit ins Büro zu bringen.

Am Morgen kam ich also in ihr Büro und wollte mir den PC anschauen, der bereits ordentlich unter dem Schreibtisch stand. Alle Kabel waren schon angeschlossen und das System gestartet. Ich war vom fast geräuschlosen System etwas überrascht. Doch meine Kollegin teilte mir mit, dass sie ihn leiser gemacht habe. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir nichts dabei. Ich richtete ihr also einen Benutzer mit Passwort ein und erklärte ihr ein paar Dinge.

Später am Tag kam sie auf mich zu und sagte, ihr neuer Computer sei aus und ließe sich nicht einschalten, außerdem rieche es komisch. Ich bin daraufhin sofort in ihr Büro und nahm im selben Moment den Geruch heißer Elektronik wahr. Ich kletterte unter den Schreibtisch und sah mir das Gerät an. Als ich es unter dem Schreibtisch hervorzog, sah ich einen Bleistift im Lüftungsgitter des Netzteils stecken. Ich fragte verwundert, wie der denn da rein komme.

Ihre Antwort: „Ich habe Ihnen doch erzählt, dass ich das System leiser gemacht hatte. Es hat sich da nämlich immer so ein Ventilator gedreht, der die Geräusche gemacht hat. Ich wusste nicht wie man das abstellt und da habe ich einfach einen Bleistift hineingesteckt um den Ventilator anzuhalten.“ Nach einer langen Erklärung, wozu der Ventilator da sei und dem Einbau eines neuen Netzteils, habe ich nie wieder etwas von dem privaten System meiner Kollegin gehört…