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Helden im Kampf gegen den DAU gesucht!

Am 26. Juli 2013 jährt sich zum vierzehnten Mal der weltweite System Administrator Appreciation Day, an dem alle Administratoren geehrt werden, die sich – oft fast täglich – den DAUs (Dümmster Anzunehmender User) entgegenstellen. Daher rufen wir zusammen mit dem IT-Administrator alle Systemadministratoren und sonstigen IT-Profis dazu auf, uns die haarsträubendsten, witzigsten oder originellsten Erlebnisse mit „ihren“ Usern zu erzählen.

Unter allen Einsendungen werden ein BlackBerry Q10 Smartphone (zur Verfügung gestellt von BlackBerry), eine Jahreslizenz für Ontrack EasyRecovery 10 Enterprise sowie Sonderhefte des IT-Administrators verlost. Und die besten Geschichten werden sowohl auf der Homepage des IT-Administrators als auch auf dem Datenrettungsblog veröffentlicht.

Damit Sie sich schon mal  ein bisschen inspirieren lassen können, finden Sie im Folgenden zwei Geschichten aus den Archiven von Kroll Ontrack.

SPAM auf Kommando

Vor einiger Zeit machte der „Net Send“-Befehl in einem Unternehmen die Runde. Dieser wurde dort als „coolere“ Kommunikations-Alternative zur E-Mail gesehen, gerade unter Windows 2003 bzw. XP. Nun kam eine Mitarbeiterin auf die Idee, einer Kollegin einen Streich zu spielen und eine Nachricht gleich mehrfach zu schicken, sie also quasi „zuzuspammen“.

Nach einiger Google-Recherche stieß sie auf folgende Befehlszeile: „FOR %i IN (1,1,1000) DO NET SEND Name Nachricht“. Allerdings machte sie den Fehler, bei „Name“ einen Stern zu setzen. Dadurch wurde die Nachricht an jeden Rechner im Firmennetzwerk gesendet – und das 1.000-mal. Dies führte erwartungsgemäß dazu, dass jeder angeschlossene Rechner und Server aufgrund von Überlastung zusammenbrach. Zwei Tage kostete es, jede Workstation und jeden Server in der Firma neu zu starten.

Hitzestau auf dem Bau

Ein Firmengebäude wurde umfangreich umgebaut, betroffen war auch der Serverraum. Allerdings wurde die empfindliche Elektronik von den Bauarbeitern nur notdürftig vor Staub und Schmutz geschützt. Lediglich eine dünne Folie hatten diese mehr schlecht als recht über die Geräte drapiert. Daher verpflanzte der Administrator den Server kurzerhand in den leerstehenden Nachbarraum.

Nach einiger Zeit wollte er dort nach dem Rechten sehen und musste feststellen, dass leider auch die Bauarbeiter den freien Raum für sich entdeckt hatten und dort mittlerweile ihre Gipssäcke lagerten. Dadurch war der Raum jedoch auch extrem staubig und schmutzig, sodass der Server erneut umziehen musste – diesmal jedoch zur Sicherheit in einen weiter entfernten Raum.

Am nächsten Tag jedoch das böse Erwachen: Niemand konnte sich mehr auf dem Server einloggen. Der Grund war schnell gefunden: Im provisorischen Serverraum herrschten Backofen-Temperaturen, der Server stand kurz vor dem Hitzekollaps. Ein Mitarbeiter der Hausverwaltung hatte nämlich im fraglichen Gebäudeabschnitt die Klimaanlage deaktiviert – zum Schutz vor dem Baustaub.