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Hochsensible Daten aus dem Kopierer

Hochsensilbe Daten im Kopierer

Die ARD-Sendung plusminus hat ein hochsensibles Thema, das kaum bekannt ist, publik gemacht: die Datenspeicher von Kopierern.

Kaum jemand kümmert sich darum, vielen ist es überhaupt nicht bekannt: Kopiergeräte speichern die kopierten Informationen auf ihren Festplatten. Vor dem Verkauf gebrauchter Geräte müssten diese Speichermedien aus datenschutzrechtlichen Gründen gelöscht werden. Plusminus wollte wissen, ob das auch passiert und kaufte im Internet drei gebrauchte Kopierer.

Nach Lieferung der Geräte wurden die Festplatten ausgebaut und mit Hilfe einer kostenlosen Software aus dem Internet ausgelesen zu können. Was dann gefunden wurde ist erstaunlich: Auf einem Gerät finden sich Kopien von Lohnsteuerkarten, Kontoauszüge und Versicherungsunterlagen. Darüber hinaus Scheidungsunterlagen, Medikamentenlisten und Steuerbelege.

Ein anderes Gerät stammt offensichtlich aus einer Anwaltskanzlei. Dort waren polizeiliche Zeugenvernehmungen, Strafbefehle und Mahnverfahren gespeichert – insgesamt mehr als 5.000 geheime Dokumente.

Wer ist verantwortlich für die Datenlöschung auf Kopierern? Es ist der Besitzer, der sich darum kümmern muss. Geheimnisträger, wie Ärzte oder Rechtsanwälte können für nicht gelöschte und auf diese Art weitergegebene Informationen bestraft werden. Aber dass im Kopierer, der bei der täglichen Arbeit benutzt wird, eine Festplatte eingebaut ist, wissen nur die wenigsten.

Der Sender hat drei Geräte gekauft, auf zwei davon waren brisante Informationen zu finden. Wenn man bedenkt, dass auf dem Gebrauchtmarkt tausende Kopierer angeboten werden, stimmt das bedenklich.

Link zum Artikel >> http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/daten-kopierer-speichern-100.html
Link zum Video >> http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/sicherheitsrisiko-kopierer-hochsensible-daten-frei-haus-100.html

Quelle Screenshot: ARD