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Hochverfügbarkeit vs. Disaster Recovery

Die Begriffe Disaster Recovery und Hochverfügbarkeit werden häufig als identisch oder austauschbar angesehen – doch das ist falsch. Hochverfügbare Systeme werden von den Herstellern gerne als fehlertolerant oder gar als ausfallsicher bezeichnet. Wenn dann noch eine doppelte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) vorhanden ist, glauben viele IT-Verantwortliche, dass die Rechner auch ein Deaster – eine Katastrophe – problemfrei überstehen würden. Aber eine “Disaster Recovery” oder „Notfallwiederherstellung“ ist damit noch nicht möglich.

Disaster Recovery bedeutet immer, dass ein Ersatzsystem an einem alternativen Standort existiert, so dass im Schadensfall größtmögliche Redundanz gesichert ist.

Hochverfügbarkeit garantiert bei einem vorhersehbaren Fehler (Prozessorausfall, Unterbrechung der Stromversorgung) den Betrieb. Eine Disaster-Recover-Lösung deckt auch mehrere gleichzeitig auftretende Fehler ab.

Lösungen für Hochverfügbarkeit drehen sich um die Prozessabläufe auf technischer Ebene. Lösungen zur Disaster Recovery integrieren alle notwendigen Prozesse, wobei auch diejenigen Mitarbeiter mit einbezogen werden, die notwendig sind, um Systeme und Dienste wiederherzustellen.

Im besten Fall sollte Disaster Recovery Techniken für Hochverfügbarkeit beinhalten. Denkbar wäre der Einsatz von hochverfügbaren Servern im produktiven Rechenzentrum, während die Hardware fürs Backup in einem anderen Rechenzentrum steht. Die Daten werden auf den produktiven Systemen und im Recovery-Rechenzentrum gesichert, wobei auch die Backup-Server hochverfügbare Systeme sein sollten. Wenn nun das produktive Rechenzentrum durch Feuer oder andere Katstrophen ausfällt, können die Daten vom Recovery-Rechenzentrum wiederhergestellt werden.

Bildquelle: Geralt / pixabay