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Nebel für das Internet der Dinge – Fog-Computing

Fog-Computing

Das Internet der Dinge wächst – rund 25 Milliarden intelligente Objekte weltweit sind heute miteinander vernetzt. Die dabei anfallenden Datenmengen sind gigantisch, weswegen die gängige Cloud-Technologie mit ihren teilweise weit entfernten Rechenzentren in absehbarer Zukunft an ihre Grenzen stoßen wird. Man braucht neue Lösungen – und Fog-Computing könnte eine sein.

Cloud-Computing steht für große Rechenzentren, Fog-Computing für verteilte Mikro-Recheneinheiten, die sich in der Nähe der Endgeräte befinden. Die Daten werden zum Kleinrechner übertragen und dort ausgewertet. Im besten Fall wird eine Entscheidung getroffen und ein Prozess angestoßen. So wird die Menge der zu übertragenden Daten verringert, da nur in Problemfällen der große Bruder in der Cloud zu Hilfe gerufen wird. Positiver Nebeneffekt: man braucht weniger Speicherplatz, die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird erhöht und die Übertragungswege werden entlastet. Auch die Datensicherheit wird erhöht, da man die übertragenen Daten nicht mehr im Internet ausspionieren kann.

In der Welt des Fog-Computing könnte eine intelligente Verkehrssteuerung mit Hilfe von Videokameras Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht erkennen und für sie eine grüne Welle schalten. Es müssten keine Daten an das zuständige Rechenzentrum geschickt werden, Analyse und Reaktion erfolgen quasi in Echtzeit.

Immer mehr Objekte werden „smart“, können ihre Umgebung wahrnehmen und übers Internet Daten austauschen. Alles – von Flugzeugturbinen zu bis zu Spielwaren, von Kühlschränken bis zu Heizungsthermostaten – sind über drahtlose Netzwerke miteinander verbunden und so Teil des „Internets der Dinge“. Der Gedanke, dass wir die ungeheure Menge an Daten, die im Internet der Dinge anfallen, von den Geräten selbst verarbeiten lassen, liegt nahe. Oder aber auf Geräten, die zwischen den Dingen und dem Internet liegen –  im Nebel.

Bildquelle: geralt / pixabay