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Internet der Dinge

Die Consumer Electronics Show ist eine der größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik. Sie findet momentan (vom 6. Bis zum 9. Januar) in Las Vegas statt.

Das große Thema dieses Jahr: IoT (Internet of Things – Internet der Dinge). Karen Chupka, Senior Vice President der amerikanischen Consumer Electronics Association erklärt: „Es geht darum, Alltagsgegenstände wie Autos, Sicherheitssysteme oder Küchengeräte mit vernetzten Geräten wie PCs und Smartphones zu verbinden, um unseren Alltag besser zu organisieren.“ Von den 3500 Firmen, die in Las Vegas vertreten sind, zeigen 900 Aussteller Innovationen rund um das Internet der Dinge. Und es gibt sehr interessante Beispiele, wie die Zukunft aussehen könnte: AUDI ließ einen A7 aus dem Silicon Valley anreisen – 900 Kilometer ohne Fahrer, dafür vollgestopft mit Computertechnik und Sensoren, die via Internet kommunizieren können.

Auf der Messe gibt es unzählige Alltaggegenstände zu bestaunen, die alle vernetzt sind: Hunde-Halsbänder und Küchenwaagen, Fußbälle und Zahnbürsten, Heizungsthermostate und Insulinspritzen. dazu natürlich die beliebten sogenannten Wearables – tragbare Computersysteme wie medizinische Armbanduhren, Brillen mit integrierten Bildschirmen oder Kleidungsstücke, die Musik abspielen können. Es gibt Schätzungen, nach denen im Jahr 2020 mehr als 50 Milliarden vernetzte Geräte in den Haushalten zu finden sein werden.

Schöne neue Welt, könnte man meinen. Aber wer sich noch an den gleichnamigen Roman von Aldous Huxley oder George Orwells „1984“ erinnert wird sich seinen Gedanken machen. Denn wer weiß, wo die Daten gespeichert werden? Wer kann sagen, wie die Daten verknüpft werden? Und welche IT-Abteilung will sich mit einer noch größeren Zahl von Betriebssystemen herumschlagen, um ihr Netzwerk sauber zu halten – was heute schon durch BYOD (bring your own device) nicht ganz einfach ist?

Die gesetzlichen Vorgaben den Datenschutz betreffend einzuhalten ist die eine Sache, die andere ist, dass es heute eine Unmenge von Apps für mobile Telefone gibt, die potentiell unsicher sind und – wenn sich die Geräte in ein Unternehmensnetzwerk einwählen können – einem potentiellen Angreifer große Chancen bieten, sich an den Firmendateien zu vergreifen, sie zu löschen oder anderen Unfug zu treiben.

Man sollte davon ausgehen, dass Probleme dieser Art durch die milliardenfache Vernetzung häufiger auftreten werden – und das gilt in gleichem (oder noch größerem) Maße natürlich auch für private Haushalte.

So kann nur wieder und wieder betont werden: ziehen Sie sich regelmäßige Backups, und halten Sie die Telefonnummer eines seriösen Datenrettungsdienstleisters parat.

Kroll Ontrack bietet eine kostenlose 24-Stunden-Hotline an: 0800 10 12 13 14