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Kein Problem für Hacker

Hacker

Kürzlich berichteten wir über Probleme, die mit Daten auf den Festplatten von Kopierern zusammenhängen. Denn kaum jemand außerhalb der IT-Abteilung ist sich darüber bewusst, dass moderne Bürokopierer eigentlich eigenständige Computer mit eigener IP-Adresse (bei Verwendung im Netzwerk) sind. Sie besitzen eine Festplatte, auf der alle Kopien gespeichert werden.

Dies Problematik, die sich daraus ergibt liegt auf der Hand: Hacker können möglicherweise übers Netz in die Geräte einbrechen. Nicht korrekt gelöschte Festplatten können bei Leasing-Rückgabe oder beim Verkauf als Gebrauchtgerät ausgelesen werden – mit unabsehbaren Folgen.

Genau die gleiche – und ebenso unbekannte – Problematik existiert bei Netzwerk- und Multifunktionsdruckern, bei vielen Scannern und Faxgeräten. Kleine einfache Geräte für den Hausgebrauch haben normalerweise kein eigenes Speichermedium, moderne Bürogeräte dagegen schon.

Mit Hilfe einer kostenlos im Internet erhältlichen Software können die Festplatten all dieser Maschinen problemlos ausgelesen werden, wenn sie ohne vorherige Löschung der Speichereinheit weiterverkauft werden.

Wenn persönliche Daten von Kunden auf diese Weise an die Öffentlichkeit gelangen, drohen rechtliche Folgen. Bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte oder Steuerberater sind sogar per Gesetz verpflichtet, vor der Weitergabe sämtliche gespeicherte Daten von Bürogeräten zu löschen. In einer Umfrage stellte sich allerdings heraus, dass die meisten der Befragten keine Ahnung von einer Datenspeicherung hatten.

Einige Hersteller integrieren inzwischen Automatismen, die dafür sorgen, dass beispielsweise nach Ablauf der Leasingfrist die Inhalte der Festplatte gelöscht werden.

Bildquelle: Richard Patterson / flickrLizenz: CC2