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Killt Spotify SSDs?

Datenlast

Der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify hat ein Problem. Seit Juni dieses Jahres häufen sich im offiziellen Forum Berichte über gigantische Datenmengen, die während des Musikhörens auf die Speicher des Abspielgerätes geschrieben werden – 100 GB am Tag waren wohl keine Seltenheit, ein User berichtete von knapp einem TB (1000 GB) innerhalb von 24 Stunden. Auch ein Datentransfer von 1 GB pro Stunde nur durch die gestartete Spotify-App (ohne Streaming) wurde gemeldet – eine Belastung, die in Rechenzentren nicht unüblich ist, für Privatanwender aber mehr als ungewöhnlich.

Ein echtes Problem bekommen Vielhörer, wenn die Daten auf einer SSD gespeichert werden. Da die Flash-Speicherzellen nur eine bestimmte Anzahl von Schreib/Lesevorgängen verkraften, wird die Lebensdauer der Festplatte durch die Aktivitäten des Programms drastisch verkürzt: „That will kill my SSD in under a year“.

Nun endlich hat Spotify reagiert und die Version 1.0.42 veröffentlicht, mit der angeblich alle „potenziellen Probleme“ behoben seien. Über die Ursache der immensen Datenlast schweigt sich das Unternehmen, das 100 Millionen aktive Nutzer hat, weiterhin aus, die Problematik scheint aber mit Playlist-Datenbanken auf den Rechnern der Nutzer zusammenhängen.

Es gibt Meldungen von Spotify-Nutzern, dass die Probleme nach der Installation der neuen Version gelöst seien. Es gibt aber auch Berichte, dass die Datenlast nur verringert wurde. Und auch einige Hundert MB, die pro gestreamtem Song auf der Platte landen, sind immer noch viel zu viel.

Bildquelle: Jon Åslund / flickr – Lizenz: CC2