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Klein aber gemein

Unscheinbar ist sie und sorgt doch seit einem Jahrzehnt in Texas für Schäden im dreistelligen Millionenbereich: Die „Rasberry crazy ant“. Diese wahrscheinlich aus Südamerika eingewanderte Ameise, deren Name korrekt „Nylanderia fulva“ lautet, brachte sogar die Verantwortlichen des Weltraumbahnhofs der Nasa, des Johnson Space Centers, dazu, einen Kammerjäger (in den USA passend „Exterminator“ genannt) einzusetzen.

Das Problem mit den kleinen Krabblern ist, dass sie sich in elektrischen Geräten breitmachen – in Schaltschränken und elektrischen Pumpen, Klimageräten und PCs. Und auch in Smartphones. Ob die elektrischen Felder die Ameisen (die sich am Magnetfeld der Erde orientieren) anlocken oder ob die Wärme in den Geräten sie zum Nestbau verführt ist den Experten noch nicht klar.

Problematisch wird es dann, wenn eine Ameise zum Beispiel durch einen Stromschlag getötet wird. Sie stößt dabei einen chemischen Stoff aus, der ihren Artgenossen einen Angriff anzeigt, worauf diese sofort zu Hilfe eilen. So entstehen schnell große Knäuel von Ameisenleibern, die mehr Kurzschlüsse auslösen. Ein empfindliches Gerät ist dann schnell zerstört.

Es wurden auch schon Smartphones gesehen, die bis zum Rand voll mit den verrückten Viechern waren – und sogar versiegelte Festplatten, in die es die Tiere irgendwie geschafft hatten hineinzukommen.