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Kroll Ontrack Studie zeigt: Urlaubsfotos sind die wertvollsten Daten der Deutschen

Deutschland gilt als Urlaubsnation. Da verwundert es nicht, dass die Deutschen besonders viele Urlaubsfotos auf ihren Smartphones oder PCs gespeichert haben. Bilder der Familien kommen dicht dahinter. Je jünger die IT-User, desto mehr digitale Fotos besitzen sie – doch gerade bei den 18 bis 34-Jährigen besteht auch das höchste Risiko, die heißgeliebten Fotos unwiederbringlich zu verlieren. Denn gerade die jungen Nutzer gefährden ihre Daten durch einen laxen Umgang mit ihren Endgeräten. Das ergab unsere aktuelle Umfrage unter 1.518 privaten IT-Nutzern.

Digitales Fotoalbum vom Familienurlaub auf dem Smartphone

Den Mount Everest besteigen, Last Minute in die Karibik, Quadfahren in der Wüste – das sind einmalige Erlebnisse, die unbedingt festgehalten werden müssen. Und zwar dort, wo man die Urlaubsfotos immer dabei hat: auf dem Smartphone. Das Handy ersetzt die Kamera. Die mobilen Endgeräte dienen gleich als digitales Fotoalbum: Bei 56 Prozent der Befragten nehmen Urlaubsfotos den meisten Speicherplatz ein. Dicht dahinter folgen mit knapp 50 Prozent die Familienfotos. Dabei steigt die Anzahl an Bildern auf den Endgeräten mit abnehmendem Alter. Während bei den über 55-Jährigen 55 Prozent viele oder sehr viele Urlaubsbilder digital gespeichert haben, sind es bei den unter 34-Jährigen schon 66 Prozent. Damit rangieren die Bilddateien noch vor Musik- und Adressdaten, die mit jeweils 39 Prozent Platz 2 und 3 belegen. Schulische oder berufliche Dokumente folgen erst danach.

Doch wer oft reist und sein Smartphone oft nutzt, der läuft Gefahr, einzelne Daten auch mal zu verlieren. 40 Prozent der Deutschen gaben an, schon mal einen Datenverlust erlitten zu haben. Von den 18- bis 55-Jährigen sogar mehr als jeder Zweite. Oft hat der User sie versehentlich selbst gelöscht – dies war bei 46 Prozent der 35 bis 53-Jährigen und bei 41 Prozent der unter 55-Jährigen der Fall. Der jüngeren Generation unterlaufen zwar weniger Bedienfehler, allerdings gehen sie auch laxer mit ihren Endgeräten um. Die Hälfte der unter 35-Jährigen hat Daten verloren, weil das Gerät kaputtgegangen ist. Zwei von drei Nutzern sind auf solche Fälle vorbereitet: Sie sichern ihre Dateien mittels eines Back-ups. Jeder Dritte verzichtet allerdings auf solche Schritte. Und ohne Back-up sind die Bilder auch ganz schnell mal unwiederbringlich verloren.

Datenverlust-Opfer sind bereit für die Rettung von Urlaubs- und Familienfotos zu zahlen

Für 84 Prozent der 18 bis 34-Jährigen haben Urlaubs- und Familienfotos einen so hohen emotionalen Wert, dass sie Geld dafür bezahlen würden, um sie wiederzubeschaffen. Bei den 34 bis 55-Jährigen sind immerhin zwei von drei dazu bereit und bei den über 55-Jährigen 61 Prozent. Für die Rettung von Dateien, die in der Regel einmal kostenpflichtig erworben wurden, wie Musik, Spiele oder eBooks, möchten hingegen nur wenige Befragte löhnen: in der jüngsten Gruppe gerade mal 45 Prozent, unter den 34 bis 55-Jährigen 35 Prozent und bei den älteren Befragten 22 Prozent.

Die Deutschen sind also eher bereit, für die Rettung von Daten mit ideellem Wert zu bezahlen. Dabei übersteigt der emotionale den wirtschaftlichen Wert bei weitem. Einmal bezahlte Musik lässt sich zur Not mit einem Download neu beschaffen. Dies mag aufwendig sein, ist aber einfach möglich.

Ohne Backup hilft meist nur noch ein professioneller Datenretter

Urlaubsfotos hingegen sind ohne Backup oder anschließender professioneller Datenrettung in der Regel für immer verloren. Nutzer sollten sich überlegen, wie sie ihre wertvollen Urlaubsfotos besser schützen und im Fall eines Datenverlustes retten können. Viele Tipps zur Datenrettung, die Privatanwender im Netz finden, taugen nichts und sorgen nur dafür, dass am Ende gar nichts mehr zu machen ist. Handelt es sich um besonders geschätzte Dateien, sollte sich der User in jedem Fall an einen professionellen Datenretter wenden. Der kann zudem nicht nur Daten wiederbeschaffen. Er hilft auch dann, wenn selbst Back-up-Systeme wie ein NAS fehlerhaft aufgesetzt wurden oder nicht richtig funktionieren.

Bildnachweis: freestockpro.com/CC0 License

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