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Mein Speicher ist voll!

Speicherproblematik

Es ist schon ein Kreuz: ganz egal, wie groß der Speicher eines Smartphones ist – er reicht nie aus. Und wenn er so richtig voll ist, wird das High-Tech-Gerät zur schleichenden Schnecke.

Wie kann ich mich wappnen? Zuerst einmal will schon vor dem Kauf bedacht sein, in welcher Form man das Smartphone nutzen will: Sind Sie hauptsächlich ein Whatsapp und Facebook Nutzer? Spielen Sie viel? Wollen Sie Ihre Musik- oder gar Video-Sammlung immer dabei haben? Überlegen Sie sich vor dem Kauf, wieviel internen Speicher Ihr Liebling haben soll (je mehr Speicher, desto teurer). Informieren Sie sich, ob ein günstiges Smartphone (das nur wenig internen Speicher aufweist) mit einem Slot für Erweiterungsspeicher ausgerüstet ist. Auf letzteren müssen Sie beispielsweise bei iPhones generell verzichten.

Der interne Speicher wird zuallererst durch das Betriebssystem verkleinert – im Extremfall können dadurch schon 3 Gigabyte wegfallen. Kontakte, Mails und Nachrichten werden ebenfalls im Gerät gespeichert – und Apps, Bilder und Videos verschlingen weiteren Speicherplatz. Wobei – bis auf die Apps inklusive der dazugehörigen Daten – kann man die Daten auch extern speichern – z.B. auf einer Micro-SD-Karte (sofern ein Slot vorhanden ist), in der Cloud oder auf einer WLAN-Festplatte.

Smartphones mit dem am weit verbreitetsten Betriebssystem Android haben häufig die Möglichkeit, die Speicherfähigkeit mit einer Micro-SD-Karte zu erhöhen und auch Windows Phones unterstützen diese Speichermöglichkeit. Allerdings sparen deshalb auch viele Hersteller, die einen Karten-Slot anbieten, vor allem bei preisgünstigen Modellen am internen Speicher – und verkaufen ihre Geräte zudem gerne mal mit einer älteren und speichersparsameren Version des Betriebssystems. Wer versucht ist, dieses mit großen Speicherkarten auszugleichen, kann eine böse Überraschung erleben. Appaholics (Menschen, die alle neuen Apps ausprobieren müssen) werden mit einem internen Speicher unter 16GB mit größter Wahrscheinlichkeit nicht glücklich werden.

Da sich bei Apples iOS alle Daten – Musik- und Video-Bibliothek, Browser-History, Kontakte, Apps … – auf dem internen Speicher befinden sollte man auch bei älteren iOS-Versionen, wie man sie in Einsteiger-Geräten wie dem iPhone 4 mit 8 GB angeboten bekommt, genau überlegen, ob sich in diesem Fall die Einflüsterungen eines Schnäppchenfuchses im Nachhinein nicht als die teurere Variante erweisen – nämlich dann, wenn man auf ein Gerät mit mehr internem Speicher nicht verzichten kann. Und eine Vergrößerung des vorhandenen Speichers ist von Apple generell nicht vorgesehen.

Wie viel Speicher auch immer ihr ständiger Begleiter aufweisen kann, irgendwann wird er gefüllt sein und das Smartphone wird langsamer und langsamer. Nun ist Großputz angesagt. Allerdings sollten Sie vorher ein Backup anlegen, bei großen Aktionen kann auch mal was schiefgehen.

Da die integrierten Kameras inzwischen großartige Bilder machen können, haben die meisten von uns hunderte von Fotos auf ihren Geräten. Diese können am besten in der Cloud gespeichert werden, da man sie so jederzeit und überall ansehen und zeigen kann – sofern man eine eine ständig verfügbare und stabile Verbindung zum großen Speicher hat. Für Videos gilt das noch stärker, da sie viel Speicherplatz benötigen. Und Spielfilme, die Sie sich angesehen haben, sollten Sie am besten gleich löschen.

Musikdateien sind nicht gar so groß, aber man hat gerne eine riesige Menge bei sich. Hier gilt: halten Sie Ihre Auswahl klein, aber fein. Das gleiche gilt für Ihre Apps. Überprüfen Sie, welche Sie in den letzten Monaten kein einziges Mal aufgerufen haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie von Ihnen auch in den nächsten Monaten keinen Gebrauch machen werden. Am besten ist es, wenn Sie die unbenutzten Apps deinstallieren. Denn diese – wenn nötig – wieder zu installieren ist ja normalerweise kein Problem.

Auch ein Smartphone benutzt beim Surfen im Netz einen eigenen Cache-Speicher, um schon einmal angesehene Seiten schneller laden zu können. Bei Problemen mit dem internen Speicher Ihres Gerätes sollten Sie auch hier den Browser-Cache löschen. Und wenn Sie schon dabei sind: prüfen Sie, ob Ihre Apps auf dem neuesten Stand sind. Regelmäßige Updates aller genutzten Apps können Ihrem Liebling nur gut tun – Ihren Hund streicheln Sie ja auch nicht nur einmal.

Bildquelle: iStock