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Mergers & Aquisitions erreichen höchsten Stand seit 2008…

… und was bedeutet das für die vorhandenen Daten?

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Informationsdienstleisters Bureau van Dijk steigt die Anzahl an Unternehmensübernahmen (sogenannte Mergers & Aquisitions) massiv an. So wurden im vergangenen Jahr die meisten Firmen seit der Finanzkrise im Jahr 2008 übernommen. Dabei wurden die meisten Vertragsabschlüsse im sogenannten „sonstigen“ Dienstleistungsbereich mit rund 31000 Übernahmen getätigt, dicht gefolgt vom Maschinenbau sowie im Bereich Maschinenanlagen, Möbel und Wertstoffhandel mit rund 11000 Übernahmen. Groß- und Einzelhändler, Banken sowie Firmen der chemischen Industrie folgten mit circa 6000, 5000 und 3800 Übernahmen.

Am häufigsten wurden M&As in den USA durchgeführt: Hier wurden 1,6 Milliarden Dollar eingesetzt. Großbritannien, die weltweite Nummer 3 hatte im vergangen Jahr ein M&A Volumen von rund 262 Millionen US Dollar, Deutschland kam auf insgesamt rund 123 Millionen US $. Insgesamt zeigt die Studie, dass die weltweiten Firmenübernahmen über alle Branchen und Firmengrößen hinweg stattfinden. Es handelt sich also nicht um ein Phänomen, das nur Großunternehmen betrifft, sondern immer häufiger auch Mittelständler.

Es kann also große Auswirkungen auf die vorhandenen IT Abteilungen haben, wenn plötzlich zwei unterschiedliche Firmen verschmolzen werden und die verschiedenen IT-Systeme auf eine gemeinsame Basis gestellt werden soll. Sinnvoll ist hier nach einem detaillierten Integrationsplan vorzugehen, indem alle notwenigen Schritte aufgeführt und daraufhin abgearbeitet werden. Insgesamt handelt es sich um ein Projekt, dass sich über Monate, wenn nicht gar Jahre, hinziehen kann und dem entsprechend genauestens geplant und durchgeführt werden muss. EMC beispielsweise hat für eine solche Aufgabe ein passendes Whitepaper erstellt, wo alle notwenigen Aufgaben aufgelistet sind, die auf die betroffenen Mitarbeiter zukommen. Dabei sind die Tipps, die hier gegeben werden, auch für Migrationen anderer Herstellersysteme anwendbar.

Exchange-Migration von Tapes als Herausforderung bei M&As

Ein wichtiger Punkt, der auch bei EMC genannt wird, ist dabei die Microsoft Exchange Migration. Bei einer Firmenübernahme müssen in vielen Fällen die verschiedenen eingesetzten Exchange-Umgebungen angeglichen werden. Etwas schwieriger wird es, wenn zusätzlich noch andere Mailbox-Systeme im Einsatz sind und diese ebenfalls angeglichen und in eine einheitliche Struktur gebracht werden müssen. Problematisch bei Mergers & Aquisitions ist die noch auf Magnetbändern vorhandene ehemalige E-Mail-Kommunikation. Hier muss man, wenn man nach der traditionellen Microsoft Standard-Methode verfährt, die abgespeicherte EDB-Datei (Exchange Datenbank) in einen – entweder vorhandenen oder neu aufzusetzenden – Exchange Server importieren, ein Exchange Backup durchführen, eine Soft Recovery durchführen, eine Wiederherstellungsdatenbank erzeugen bis man endlich feststellt, dass die EDF die falschen E-Mails enthält.

Man kann allerdings auch auf eine Migration der alten Exchange-Kommunikation komplett verzichten: Hat man beispielsweise die alten EDB-Dateien als Backup auf Tapes gespeichert, kann als Alternative zum Einspielen der früheren E-Mails in das neue Gesamtsystem auf Ontrack PowerControls für Exchange zurückgegriffen werden. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die vorhandenen EDB-Dateien mit dieser Lösung direkt eingelesen werden können und nach einzelnen E-Mails und Nachrichten gesucht werden kann. So kann man die alten Tapes ruhig im Unternehmensarchiv weiterhin sicher lagern und nur bei Bedarf – wie beispielsweise bei juristischen Auseinandersetzungen oder bei internen Überprüfungen – auf ausgewählte Inhalte zugreifen. Diese Lösung hat darüber hinaus auch den Vorteil, dass man sich so die Kosten für die Bereitstellung der notwendigen Exchange-Software in Form von Lizenzgebühren und der Server-Hardware spart.

Mehr über die von den IT-Abteilungen zu bewältigenden Herausforderungen bei M&As erfahren Sie im zweiten Teil dieses Artikels…

Bildmaterial: Konstantin Gastmann/ pixelio.de