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Migration und Modernisierung eines Kroll Ontrack Rechenzentrums (Teil 1)

Migration und Modernisierung eines Kroll Ontrack Rechenzentrums (Teil 1)

Wer schon mal an einer Rechenzentrumsverlagerung und einem Migrationsprojekt beteiligt war, weiß, wie viel Zeit und Mühe man in eine solche umfassende und komplexe Aufgabe einsetzen muss.  Ohne die richtige Strategie, eine durchdachte Vorbereitung und ausgefeilten Zeitplan für das Projekt, kann sich eine solch große Aufgabe selbst für ein erfahrenes IT-Team zu einem Desaster entwickeln. Wie immer, wenn man mit IT Projekten zu tun hat, liegen die Risiken in den Details. Je komplexer eine neue Umgebung ist, desto mehr Herausforderungen können schließlich auftauchen. Um sich diesen großen und kleinen Herausforderungen stellen zu können und das Rechenzentrum immer noch unter dem vorgegebenen Budget und im Zeitrahmen zu liefern, erfordert harte Arbeit und Know-how. Sich diesen Realitäten zu stellen, ist der Schritt zu einem erfolgreichen Ergebnis.

Das war genau das, was das IT-Team von Kroll Ontrack lieferte, als es gebeten wurde, ein komplettes Verlagerungsprojekt des Rechenzentrums  in Großbritannien zu planen und durchzuführen.

Die Aufgabe und ihre Herausforderungen

Im Mai 2015 entschied Kroll Ontrack sein U.K. Rechenzentrum – das größte Produktions-Rechenzentrum außerhalb der USA –innerhalb nur eines Jahres zu verlagern. Durch das Verlagerungsprojekt hatte Kroll Ontrack die Möglichkeit seine Hardware-Möglichkeiten neu zu bewerten und die Vorteile und Effizienzsteigerungen, die mit den neuesten Entwicklungen bei Speichertechnologien einhergehen , zu bewerten:

  1. Überwiegen die Vorteile einer IP basierten hyperkonvergenten Lösung den Risiken des Wechsels von der traditionellen SAN basierten, dreistufigen Lösung?
  2. Wenn eine Entscheidung für eine neue IP-basierten hyperkonvergenten Rechenzentrums-Architektur getroffen wird, kann diese in weniger als einem Jahr zur Verfügung gestellt werden?

 


Was ist HCI (Hyperkonvergente Infrastruktur)?

Eine traditionelle 3-Tier Infrastruktur besteht aus Servern für die Rechenleistung, großen Storage-Arrays für die Speicherung und Fibre Channel Switches, um das Storage mit dem Rechner zu verbinden.

Hyperkonvergente Infrastrukturen wurden von sogenannten „Web-Scale iT“ , also großen Cloud-Anbietern wie Google, Facebook und Yahoo! eingeführt, die enorme Effizienz und Skalierbarkeit in ihren Rechenzentren benötigten.

HCI bringt die Storages und Server wieder in einer gemeinsamen Box zusammen und eliminiert so die Notwendigkeit für ein Fibre-Channel-Speichernetzwerk. Hier kontrolliert die Software den Storage und kreiert ein virtuelles Speicher-Array, das sich über viele Hosts verteilt.

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Nach sorgfältiger Prüfung beschloss Kroll Ontrack das ein neues Rechenzentrum basierend auf Nutanix hyperkonvergenten Storage die beste Wahl für den Betrieb und die Kunden ist.  Die hyperkonvergente Lösung von Nutanix bietet Flexibilität beim Kauf kleinere Storage-Einheiten, was Kroll Ontrack die Möglichkeit bietet den benötigten Speicherplatz in der passenden Größe zu bestimmen und schrittweise zu erweitern, wenn mehr Platz benötigt wird.

Mehr Flexibilität und weniger Verschwendung von ungenutztem Raum in großen Einheiten kann somit vermieden werden.

Im zweiten Teil des Artikels zeigen wir, wie das Team die Rechenzentrums-Verlagerung und Migration durchführte und wie das Projekt der IT-Abteilung ein großer Erfolg für Kroll Ontrack wurde.

Bildnachweis: Kroll Ontrack

 

Grafik: Kroll Ontrack