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Milliardenverluste durch Daten-Schlamperei

Die Corporate Trust Studie “Cybergeddon” brachte es ans Licht: Durch Industriespionage entsteht in Deutschland jedes Jahr ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 12 Milliarden Euro. Noch beunruhigender als diese Tatsache ist aber, dass knapp die Hälfte des Schadens durch schlechtes Berechtigungsmanagement entsteht. Das jedenfalls meinen 38% der für den “Trendreport: Berechtigungsmanagement im Mittelstand” befragten Fach- und Führungskräfte (IT und Sicherheit). Kurz: Datensicherheit ist auch ein menschliches Problem.

Es ist unabdingbar, dass sich Unternehmen die Bedrohungen in der Welt der Daten klar machen und betroffene Arbeitnehmer über mögliche Gefahren informieren. Daten müssen strukturiert und die Zugriffe auf interne Bereiche auf ein Minimum reduziert werden um wirtschaftliche Milliardenverluste zu senken.

Es sind tatsächlich häufig die Mitarbeiter, die unbewusst wirtschaftliche Schäden verursachen. Problematisch ist das so genannte “Social Engineering”, bei dem Trickbetrüger Mitleid oder Höflichkeit ausnutzen und so an Unternehmensdaten kommen. Dabei täuschen Kriminelle zum Beispiel bei Anrufen eine falsche Identität vor und fragen schlicht nach den gewünschten Informationen – häufig genug mir Erfolg. Phishing-Mails werden gerne benutzt um an Login-Daten zu kommen. Solche Attacken waren nach der aktuellen Studie in Deutschland mit 38,4 Prozent im vergangenen Jahr die dritthäufigste Art des Angriffs auf Firmengeheimnisse.

Der “Trendreport” zeigt noch mehr unangenehme Tatsachen: Mehr als zwei Drittel der befragten Experten führen weitere 3 Milliarden Euro an Verlusten auf nicht glücklich gewählte Datenstrukturen oder falsch vergebene Zugriffsrechte zurück, jeder Fünfte glaubt sogar, dass durch unkorrekte Daten- oder Berechtigungsstrukturen Schäden von über 6 Milliarden Euro entstanden sind.

Bildquelle: geralt / pixabay