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Nach Big Data kommt Huge Data

Huge Data

Für die meisten Menschen gehört „Big Data“ nicht zum normalen Wortschatz. Allerdings sind es genau diese Menschen, die für einen Großteil der heutigen Datenmenge verantwortlich sind, zum Beispiel mit hochauflösenden Bildern und Handy-Videos auf den Social-Media-Kanälen. Die IDC (International Data Corporation) prognostizierte 2006, dass sich die globale Datenmenge von 173 Milliarden Gigabyte im Jahr 2006 bis auf 1.773 Milliarden Gigabyte (1,773 Zettabyte) im Jahr 2011verzehnfachen wird. 2014 waren es laut IDC sechs Zettabytes, bis 2020 sollen es gar 44 Zettabyte werden.

Die Marktforscher von Aureus Analytics haben herausgefunden, dass knapp 90 Prozent der weltweit gespeicherten Daten in den letzten zwei Jahren entstanden. Der Autor Kevin Coleman sagte auf einer IT-Veranstaltung der UN: “Big Data war eine harmlose Epoche, die echten Daten-Herausforderungen kommen erst jetzt in Form von Huge Data”.

Die zukünftigen großen Datenzuwächse kommen von den neuen industriellen Sensoren und von Internet-fähigen Wearables. Intelligente Roboter, semi-autonome Autos und die wachsende Cloud-Nutzung tragen ebenfalls dazu bei. Um das Datenwachstum abzuschwächen werden inzwischen Daten-Management-Regeln diskutiert, auch über gesetzliche Regelungen wird gesprochen. Eine Möglichkeit wäre, dass bestimmte neu generierte Daten einen “Verfallsdatums-Stempel” bekommen – beispielsweise die Daten, die in einem Auto beim automatischen Einparken anfallen.

Die neue Parole: Mut zum Löschen

Für Privatpersonen ist es ein leichtes, unnötige Daten wieder zu löschen. Für Firmen gebt es da allerdings gesetzliche Auflagen, welche Daten wie lange aufbewahrt werden müssen. Und diese Regeln sind von Land zu Land unterschiedlich. So haben sich die CIOs stillschweigend darauf verständigt, möglichst wenig Daten zu löschen um nicht irgendwann einmal Probleme zu bekommen – der Preisverfall bei den Speichermedien macht es ihnen leicht.

So könnte bald das Schlagwort „Tremendous Data“ auftauchen.

Bildquelle:  fellex  / pixelio.de