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Datenrettung: Nach Wasserschäden lieber gleich zum Experten

Datenrettung nach Wasserschaden

Infolge von Stark- und Dauerregen kam es in Teilen Baden-Württembergs in den letzten Wochen bereits zu Überflutungen. Besonders betroffen von Unwetter war bislang Schwaben. Aber auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Thüringen gab es lokal schwere Verwüstungen. Da in den nächsten Tagen sich an der Wetterlage nichts ändert und teilweise weitere schwere Gewitter und Starkregen angekündigt sind, ist eine kurzfristige Entspannung der Situation noch nicht in Sicht. Wo die Wassermassen nicht abfließen konnten, bahnten sie sich ihren Weg, Keller und niedriger gelegene Räume wurden zum Teil überflutet.

Damit sind auch vielerorts Wasserschäden an bürotechnischen Geräten eingetreten. Besonders empfindlich reagieren PCs und sonstige IT-Infrastruktur auf den Kontakt mit Wasser. Datenverlust von wichtigen geschäftlichen Dateien sind oft die Folge.  Betroffen sind in der Regel Unternehmen, die in niedrig gelegenen, überflutungsgefährdeten Räumen Server und Backup-Geräte betreiben oder Privatnutzer, die in Keller- oder Souterrain-Räumen ihr Büro eingerichtet haben. Kurz: Wenn die IT-Landschaft in den Fluten versinkt, ist meist kompletter Datenverlust die Folge.


 

Wie man sich verhalten sollte, wenn der Computer in den Fluten versinkt, erklärt auch ein Video unserer englischen Kollegen:


 

Wenn man von einem Wasserschaden betroffen ist, darf man allerdings nicht in Panik verfallen und man sollte einige Tipps beachten, damit überhaupt die Chance auf eine Wiederherstellung der Daten durch einen professionellen Datenrettungsdienstleister besteht. Grundsätzlich gilt: Eigeninitiative lohnt sich nicht: Werden bei Datenträgern mit Wasserschäden unprofessionelle Rettungsversuche unternommen, können wertvolle Informationen für immer verloren gehen. Betroffene Anwender sollen deshalb auf keinen Fall zur Selbsthilfe greifen, sondern sich lieber gleich an einen Experten wenden. Ebenso ist davon abzuraten, sichtbar beschädigte Geräte versuchsweise in Betrieb zu nehmen.

Die Experten von Kroll Ontrack haben für Betroffene die folgenden Hinweise zusammengestellt, die bei der Rettung von wassergeschädigten Speichermedien helfen können:

Grundsätzlich gilt:

  • Gehen Sie nie davon aus, dass Daten rettungslos verloren sind, ganz gleich, was geschehen ist.
  • Schicken Sie die betroffenen Speichermedien so bald wie möglich in ein professionelles Datenrettungslabor.

 

Was Sie auf keinen Fall tun sollten:

 

  • Speichermedien nicht schütteln und im Falle von Festplatten die Abdeckung nicht entfernen.
  • Versuchen Sie nicht, wassergeschädigte Speichermedien zu trocknen, indem Sie diese öffnen, Wärme aussetzen (z.B. auf die Heizung legen) oder in ein Handtuch wickeln.
  • Versuchen Sie nicht, die Speichermedien „Gefrierzutrocknen“.
  • Versuchen Sie nicht, sichtbar geschädigte Medien in Betrieb zu nehmen.
  • Warnung: Das Schlimmste, was Sie tun können, ist das Speichermedium austrocknen zu lassen und dann eigenständig wieder in Gebrauch zu nehmen.
  • Versuchen Sie nicht, das Speichermedium selbst, ohne die richtigen Lösungen und ohne einen Reinraum zu reinigen. Verunreinigte Medien erfordern sofortige und gründliche Reinigung. Es ist in jedem Fall sinnvoller, das Speichermedium einem Datenrettungslabor zu übergeben, bevor es Gelegenheit zum Austrocknen hatte.
  • Versuchen Sie nicht, Daten mit den üblichen Dienstprogrammen zu retten.
  • Mit Salzwasser oder stark verunreinigtem Wasser in Berührung gekommene Festplatten benötigen eine gesonderte Behandlung. Da Daten aufgrund derartiger Verunreinigungen rascher verlorengehen können, sollten solche Platten in einem luftdichten Behälter per Eilpost in ein professionelles Datenrettungslabor geschickt werden. Um das Risiko weiterer Schäden zu mindern, können Festplatten in destilliertem Wasser „gebadet“ werden, wobei jedoch jegliches Schütteln zu vermeiden ist.

Mehr Informationen zu den Datenrettungsdienstleistungen von Kroll Ontrack finden Sie auch hier: https://www.krollontrack.de/datenrettung/

Bildquelle: Gabi Eder  / pixelio.de