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Neue Kroll Ontrack Studie enthüllt: Fast 40 Prozent aller Unternehmen testen nicht regelmäßig ihren Disaster Recovery Plan

Disaster Recovery Plan

In einer neuen Umfrage, die auf zwei Messen in Deutschland und Großbritannien unter 195 Systemadministratoren und Unternehmensvertretern durchgeführt wurde, erklärten nur 38 Prozent der Befragten, dass ihre Firma einen Disaster Recovery Plan in Kraft habe, der regelmäßig getestet wird. Nur knapp 9 Prozent der Unternehmen testen danach ihren Plan alle 1 bis 5 Monate und 29 Prozent alle 6 bis 12 Monate. Die Mehrheit der Befragten dieser Studie (15 Prozent) erklärte allerdings, dass ihre Firma ihren Disaster Recovery Plan weniger als 1mal im Jahr oder überhaupt nicht testen.

Befriedigend ist der Fakt, dass die meisten Unternehmen ihren Plan in den vergangenen Jahren auch nicht anwenden mussten: Mehr als die Hälfte der Firmen hatten in diesem Zeitraum keinen Disaster Recovery Fall zu erleiden. Aber: Mehr als ein Drittel mussten ihren Plan in den letzten 3 Jahren anwenden. Während die meisten von ihnen die im Plan aufgeführten Maßnahmen nur 1 bis 5 Mal einsetzen mussten, hatten unglaubliche 1 Prozent der Firmen nicht so viel Glück: Bei ihnen mussten der Plan und die Disaster Recovery Maßnahmen mehr als 10 (!) mal angewendet werden. Ein klares Indiz dafür, dass einige Unternehmen immer noch viele Schwierigkeiten hinsichtlich Datensicherheit, Datenverlust und Datenwiederherstellung haben und ohne einen effektiven Disaster Recovery Plan massive Probleme haben ihr Geschäft am Laufen zu halten (Business Continuity).

Von allen nach ihren Disaster Recovery Plänen Befragten waren nur 18 Prozent absolut sicher, dass ihre Firma einen solchen auch wirklich in Kraft hat, während 15 Prozent der Firmen diese wichtige IT-Sicherheitsfunktion nicht implementiert haben und mehr als Zweidrittel (66,6 %) wussten überhaupt nicht, ob sie einen solchen Plan haben oder nicht. Das Ergebnis verwundert und ist merkwürdig zugleich, denn beide Messen hatten einen starken Schwerpunkt auf die IT-Sicherheit in Unternehmensumgebungen.

Eine weitere erstaunliche Tatsache, die die neue Studie enthüllt, ist, dass obwohl heutzutage viele Mitarbeiter mobile Geräte nutzen, dies von den meisten Unternehmen nicht in die Disaster Recovery Planung integriert worden ist: 48 Prozent – also fast die Hälfte – erklärten, dass ihre Pläne nicht die mobilen Geräte von Mitarbeitern umfassen, die auf Unternehmenssysteme zugreifen können.

Die Ergebnisse der neuen Kroll Ontrack Studie zeigen deutlich, dass vielen Firmen ein durchdachter Disaster Recovery Plan fehlt, der auch wirklich oft genug getestet wird und narrensicher ist, wenn es in einem Unternehmen wirklich zum Katastrophenfall kommt und es mit Systemausfällen und Datenverlust konfrontiert ist. Offensichtlich ist es so, dass – auch wenn die Disaster Recovery Pläne eingeführt sind – diese immer noch nicht oft genug getestet werden und die festgelegten Inhalte nicht transparent genug sind für die Mitarbeiter die im Ernstfall die erforderlichen Maßnahmen durchführen sollen.

Wenn man bedenkt, dass ein kürzlich veröffentlichter Bericht der IDC aus diesem Jahr zu dem Schluss gekommen ist, dass bei einem typischem Fortune 1000 Unternehmen durchschnittliche Aufwendungen von 100000 US $ pro Stunde anfallen, wenn es von einem Infrastrukturausfall betroffen ist und sogar Kosten von 500000 bis 1 Million US $ bei einem geschäftskritischen Progammausfall, dann ist es offensichtlich, dass ein Disaster Recovery Plan so oft wie möglich getestet werden muss.

Auch wenn die Kosten für ein kleines bis mittelgroßes Unternehmen wahrscheinlich nicht ganz so hoch sein werden wie bei einem Fortune 1000 Unternehmen, kann es sich immer noch um einen so hohen Betrag handeln der unter Umständen die Existenz des Unternehmens gefährdet. Aus der Perspektive eines der bekanntesten Datenrettungsdienstleister der Welt zahlt es sich aus einen regelmäßig getesteten Disaster Recovery Plan in Einsatz zu haben und keine Zeit beim Umsetzen der notwendigen Maßnahmen zu verlieren.

Bildquelle: I-vista/pixelio.de