Go to Top

Neue Malware in Unternehmensnetzwerken

Das Bewusstsein für Cyberbedrohungen ist in Unternehmen noch nicht allzu hoch entwickelt. Allerdings sollten sich heutzutage Firmen mit entsprechender Sicherheitsarchitektur wappnen, um den anstehenden Problemen etwas entgegenhalten zu können. Studien zeigen, dass gerade in Unternehmensnetzwerken eine Zunahme der Malware-Aktivität dramatisch gestiegen ist.

In 84% der analysierten Unternehmen wurde bösartige Software gefunden. Und es wird immer häufiger raffinierte, fast „intelligente“ Malware entdeckt, viel davon versteckt sich in pdfs, bei denen die Erkennung durch Verschleierungstool – sogenannte „Crypters“ – erschwert wird.

Immer noch weit verbreitet ist die Infizierung durch Bots – durch Computerprogramme –  die zum Beispiel Rechner umprogrammieren, um sie für Spam-Mail-Versand zu benutzen. 2013 konnte in 73 Prozent von untersuchten Unternehmen mindestens ein Bot entdeckt werden, von denen drei Viertel mehr als vier Wochen aktiv waren.

Nicht alles, was sich im Unternehmensnetzwerk bewegt, ist auch im Sinne des Unternehmens. So stieg die Nutzung hochriskanter Anwendungen 2013 weiter an. An einem ganz normalen Tag wurden beispielsweise alle neun Minuten P2P-File-Sharing-Anwendungen benutzt, was eine Steigerung von 61 Prozent in 2012 auf 75 Prozent in 2013 bedeutet. Auch die ausgeführten Anonymizer-Proxy-Anwendungen stiegen von 43 auf 56 Prozent.

Datenverlust war im Jahr 2013 eines der wichtigsten Themen bei aktuellen Verstößen. Durch den massenhaften Diebstahl von Verbraucherdaten in diesem Jahr gewinnt das Thema noch an Brisanz.

Ein kleiner Überblick gefällig?

  • Jede Minute greift ein Host auf eine bösartige Website zu
  • Alle neun Minuten wird einen hochriskante Anwendung verwendet
  • Alle 27 Minuten wird unbekannte Malware heruntergeladen
  • Alle 49 Minuten werden sensible Daten nach außen gesendet
  • Alle 24 Stunden wird ein Host mit einem Bot infiziert

Bildquelle: Wikipedia