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Neue nichtflüchtige Datenspeicher

nichtflüchtige Datenspeicher

Nichtflüchtige Speicher, also Speichermedien, die ihre Daten auch dann nicht verlieren, wenn der Strom abgestellt ist, sind das A und O im Storage-Markt. Weltweit sind Forscher auf der Suche nach neuen Materialien, mit denen es gelingt, solche volatilen Speichereinheiten mit hoher Datendichte herzustellen. Bismutferrit gilt als erfolgversprechender Kandidat dafür. Es ist Forschern gelungen, bei Raumtemperatur kleine Kristalle aus Bismutferrit durch elektrische Pulse gezielt zu magnetisieren, eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung zukünftiger nichtflüchtiger Datenspeicher.

Die Forscher mischten pulverisiertes Bismutoxid, Eisenoxid und weitere Karbonatverbindungen. Dann pressten sie aus diesem Pulver kleine Pellets, sinterten sie bei 900 Grad Celsius und schnitten sie in etwa 150 Mikrometer dünne Scheiben. Mit winzigen Goldelektroden konnte die Magnetisierbarkeit analysiert werden. Das Ergebnis: Sowohl Ferroelektrizität als auch Ferromagnetismus konnte bei Raumtemperatur nachgewiesen werden. Somit können in diesem Material digitale Daten durch elektrische Pulse als winzige magnetische Spins gespeichert werden.

Bis ein nutzbarer ferroelektrisch-ferromagnetischer Speicher für Computer entstehen wird ist noch ein langer Weg. Aber erste Prototypen nichtflüchtiger Datenspeicher aus Bismutferrit können nun in Angriff genommen werden. Und je kleiner die einzelnen Speichereinheiten im Nanomaßstab werden, desto höher wird die Datendichte ausfallen.

Bildquelle: Alchemist-hp / wikimedia – Lizenz: CC3