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Nicht ungefährlich – Android Geräte in Unternehmen

Nicht ungefährlich – Android-Geräte im Unternehmen - © Maymar Design

Über drei Viertel aller in Deutschland verkauften Smartphones benutzen Googles Betriebssystem Android. Das ist verständlich, bieten die Geräte doch nicht nur viel Komfort fürs Geld, es lassen sich auch eine Unmenge von Apps installieren. Für Unternehmen haben die elektronischen Alleskönner aber einen Pferdefuß.

Forscher der britischen University of Cambridge haben in den letzten fünf Jahren mehr als 20.000 Smartphones und Tablets untersucht und herausgefunden, dass auf 87% aller Android Geräte weltweit mindestens eine von elf bekannten kritischen Sicherheitslücken zu finden ist.

Viele private Smartphones werden von ihren Besitzern auch im geschäftlichen Umfeld genutzt. So finden sich auf ihnen Kontaktdaten von Kunden oder Lieferanten des Unternehmens, die möglicherweise nicht ausreichend vor dem Zugriff Dritter geschützt sind. Aus Datenschutzgründen ist das sehr bedenklich – denn Geschäftsführer und Inhaber können haftbar gemacht werden, wenn Dritte unbefugt Zugriff auf Daten bekommen, die eigentlich nur dem Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden. Auch Mailadressen von Kunden und ihre Telefonnummern gehören zu den zu schützenden Daten.

Der Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs kann nur unter Schwierigkeiten feststellen, ob sein Gerät schon mit den von Google freigegebenen Sicherheitspatches bestückt ist. Jeder Mobilfunkanbieter entscheidet selbständig, wann er bereitgestellte Sicherheitsupdates für seine Geräte ausliefert.

Von hundert auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa befragten Sicherheitsexperten schätzten 30 % den Wert der Daten auf auch geschäftlich benutzen Smartphones auf 50000 €.

Deshalb sollten Unternehmen genau überlegen, welche internen Daten auf den Geräten gespeichert sein werden – und dann entscheiden, welches Betriebssystem für sie in Frage kommt.

Die Studie der University of Cambridge finden sie hier >> https://www.cl.cam.ac.uk/~drt24/papers/spsm-scoring.pdf

Bildquelle: Jake Maymar / flickr  – Lizenz: CC2