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Optischer 3-D-Datenspeicher aus Stuttgart

In Zeiten von Big Data müssen immer größere Datenmengen möglichst schnell verarbeitet werden – und möglichst viele Nutzer sollen gleichzeitig mit hoher Transferrate auf den Datenbestand zugreifen können. Nun wurde an der Universität Stuttgart ein Verfahren entwickelt, mit dem man optisch auch große Datenmengen sehr schnell auslesen kann.

Das Team um Dr. Klaus Körner vom Institut für Technische Optik erfand einen optischen 3-D-Datenspeicher, der das Auslesen großer Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit ermöglicht. Als Speichermedium dienen dabei beispielsweise modifizierte DVDs, die statt der üblichen zwei bis zu 100 übereinander liegenden Schichten besitzen. Bisherige Versuche, Vielschichten-Speichermedien optisch auszulesen scheiterten am zu geringen Wirkungsgrad oder schwankender Datenqualität. Die Stuttgarter Lösung verbindet Spektralinterferometrie (Interferenz von Lichtwellen) mit konfokaler Technik (konfokal: gemeinsamer Brennpunkt) und ermöglicht so einen optischen Terabyte-Volumenspeicher, der sowohl eine hohe Stabilität als auch eine hohe Datentransfer-Rate aufweist. Das Verfahren kann optisch gespeicherte Informationen simultan in verschiedenen Schichten auslesen und ist gegenüber Vibrationen relativ unempfindlich.

CDs und DVDs sind robust und langlebig und daher gut geeignet für Archive und Backups – allerdings ist die mögliche Datenspeichermenge heutzutage nicht mehr ausreichend. Die neuen Medien dagegen könnten problemfrei auch 3-D-Filme speichern – und die Auslesegeschwindigkeit würde die der heutigen Laufwerke um ein Vielfaches übertreffen.

Bildquelle: hebi65 / pixabay